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Bloß nicht "rumfuchteln" (RN)

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Bloß nicht "rumfuchteln"

 

Mit lautstarkem "Blau-Weiß" marschiert das Junggesellen-Offizier-Corps (JOC) der Bochumer Maiabendgesellschaft zum Degen- und Fahnen-Exerzieren ein. Der Aspirant auf die Mitgliedschaft im JOC, der kommende Fähnrich, soll dabei den Umgang mit dem Degen üben.

Man könne doch keinen Mann auf die Straße lassen, der bloß "rumfuchtelt", meint der Junggesellenhauptmann Thorsten Horn. Mit dem Degen wird nur gegrüßt, nicht gekämpft.

Schon seit Jahren findet die traditionelle Veranstaltung bei JOC-Ehrenmitglied Klaus Schläger statt. In diesem Jahr gibt es nur einen Fähnrichs-aspiranten. "Es sind schon mehr da gewesen", erinnert sich das Ehrenmitglied. Umso mehr konzentriert man sich auf Sven Haarmann. Der will nächsten Samstag, 13. März, bei der Fähnrichsprüfung sein Glück versuchen und offiziell als Fähnrich in das Junggesellen-Offizier-Corps aufgenommen werden. Erst dann wird ihm das "Du" angeboten. Schon vor Beginn der Übung zeigte sich Junggesellenhauptmann Horn optimistisch: "Ich denke schon, dass er fit ist."

Mitglied im Junggesellen-Offizier-Corps können Junggesellen zwischen 18 und 40 Jahren werden. Wer heiratet, fliegt zwar nicht raus, muss aber auf sein Stimmrecht verzichten.

"Stillgestanden!" oder "Arm gerade!", brüllt Ausbilder Michael Horn während der Übung dem Fähnrichs-aspiranten entgegen. Schnell ist die die "Einstimmung" (so Thorsten Horn) bei nass-kaltem Wetter im Schläger-Garten absolviert. Unter strenger Beobachtung seitens des Corps meistert Sven Haarmann den Probelauf souverän. Die Prüfung kann kommen. Jetzt könne man den Aspiranten in die Öffentlichkeit lassen, lacht auch der Hauptmann erleichtert. Zur Belohnung gibt es Bier.

Nach der Prüfung wartet noch die Fähnrichsverpflichtung auf den Maikerl aus der Gruppe "Haus Schulze". Am Sonntag, 21. März, muss er noch den Schwur auf die Junggeselleneiche des Vorjahres leisten. Zum 616. Maiabendfest am 24. April darf Haarmann dann hoffentlich mit dem JOC nach Bochum-Harpen ziehen, um den neuen Eichbaum zu holen. PeHe

Quelle: Ruhr Nachrichten (Bochum)