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Betonblock bremst Vahldieck (WAZ)

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Betonblock bremst Vahldieck (WAZ)
 
Harpen. In diesem Jahr meinte es Petrus mit dem Maischützen wirklich gut, fast zu gut. Bei 30 Grad holte sich die Bochumer Jungen zum 619. Mal die junge Eiche im Bockholt ab. Doch so einfach ließen sich die Harpener den Baum nicht nehmen.

Da kam der Junggesellenhauptmann Stephan Vahldieck schon ziemlich ins Schwitzen, als er die Jungeiche am Festzelt Steffenhorst ausbuddeln sollte. Denn die Harpener Schützen hatten in diesem Jahr einen Betonblock unter den Baum gebunden, damit es der neue Junggesellenhauptmann nicht zu einfach hatte.

Erst mit der tatkräftigen Hilfe seines Adjutanten Jean-Pascal Lohof und der Engelberter um ("Hörnchen") Thorsten Horn gelang dies. Zur Belohnung überreichte der BSV-Vorsitzende Hans-Heinrich Albert gen. Schürenhöfer einen Gutschein für 30 Liter Bier an den jungen Hauptmann. Zudem bekamen die Ehrengäste traditionell Efeukränze und Efeurosetten überreicht.

Lob erhielt der ausrichtende BSV Harpen allerdings auch von der Maiabendgesellschaft zurück. So ernannte deren Vorsitzende Volker Protzel Hans-Heinrich Albert kurzerhand zum "Wettergott", da er mal wieder für blau-weißes Festwetter gesorgt hatte. Dies bestätigte auch Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, die von einem "wunderbaren Fest für die ganze Stadt" sprach.

Erstmals folgte - nach der obligatorischen Stärkung mit der Erbsensuppe - danach die Auszahlung der Zinstaler im Festzelt, genauso wir der Auftritt der "BO-Maus-Bande". Die Jungen und Mädchen der Maischützenschule hatten dieses Mal "Heimspiel" und hatten dazu eine Besonderheit mitgebracht: Einen "Rap" zur Kulturhauptstadt 2010. Kostprobe: "Hey, wisst ihr watt, Bochum wird Kulturhauptstadt."

Und während sich die Bochumer Jungen auf den Heimweg machten, um nach alter Tradition vor Sonnenuntergang die Eiche in die Stadt zu tragen und einzupflanzen, wurde im Festzelt am Steffenhorst weitergefeiert. Dabei stand der Exerzierabend ganz im Zeichen der Krönung des neuen Harpener Schützenkönigs Norbert I. Marbach (wir berichteten). Bezirksvorsteherin Bärbel Weber hängte dem sichtlich gerührten neuen "König von Harpen" die Kette des Regenten um.

Zusammen mit seiner Frau Edelgard, weiteren Schützenkönigen und Junggesellenhauptmann Stephan Vahldieck nahm Norbert I. am Sonntagnachmittag auch die Königsparade ab. Denn

traditionell findet beim Schützenfest ein kleiner Festzug durch Harpen statt. Daran nahmen auch Gastvereine aus anderen Stadtteilen/ Städten, darunter auch die Dudelsackgruppe "Pipes and Drums" teil.

Das blau-weiße Festwochenende, das schon am Freitag mit Gottesdienst, Kranzniederlegung und großen Zapfenstreich begonnen hatte, endete am Montagabend mit Rock-Musik beim "Tanz in den Mai". Dieser wird allerdings im nächsten Jahr nicht möglich sein, da der 1. Mai mit dem Vatertag zusammenfällt und erst am Donnerstag ist. Aber die Harpener Schützen, die ein rundum positives Fazit zum diesjährigen Fest zogen, sind bereits jetzt dabei, sich etwas Neues fürs 620. Maiabendfest auszudenken, betonte Hans-Heinrich Albert. Man darf gespannt sein. CS


Quelle: WAZ