Chronik des Bochumer Maiabendfestes

Die Chronik des Bochumer Maiabendfestes seit der Fehde 1388 bis heute.

 
         Chronik des Bochumer Maiabendfestes
1388 / 89 Fehde des Grafen Engelbert von der Mark mit der freien Reichs- und Hansestadt Dortmund.
1388 Übergabe des Legates zur alljährlichen Abholung und Verwertung eines Eichbaum aus dem Harpener Bockholt an die Bochumer Junggesellen als Dank für ihren Beistand in der Dortmunder Fehde durch Graf Engelbert III. von der Mark am Vorabend des 1. Mai. Der Eichbaum mußte vor Sonnenuntergang in die alte Stadtfeste Bochums verbracht werden. Übergabe des Eichbaumes an einen vermögenden Bürger der Stadt.
Beginn des Maiabendfestes
1769 Ablösung des Anspruchs auf den Maibaum durch eine Geldrente an die Bochumer Junggesellen. (Zinstalerauszahlung)
1790 Erste Beschreibung des Bochumer Maiabendfestes durch Dr. Carl Arnold Kortum.
1802 Das Bochumer Jungenlied von August von Kotzebue.
1834 Fusion von Junggesellencompagnie und Bochumer Bürgerschützenverein.
1836 Erstmaliger Zapfenstreich auf dem Bochumer Marktplatz.
1863 Einweihung des Schützengeländes an der Vöde.
1865 Einweihung des Schützenhof an der Vöde.
1869 Illiquidität des Schützenhofes.
1876 Rückzahlung des Kapitals aus dem Maibaumanspruch an die Junggesellen.
1877-1881 Der Marsch nach Harpen fällt aus.
1877 Erste Eichpflanzung mit dem Lied von Max Seippel
"Baum, der heute Du gepflanzet...".
1881 Monographie über den Ursprung des Maiabendfestes von Max Seippel.
1882 Wiederaufnahme des Auszuges nach Harpen und erstmalige Pflanzung einer jungen Eiche im Stadtpark.
1884 Gründung der letzten Sektion innerhalb der Junggesellencompagnie.
1888 500. Bochumer Maiabendfest (Gedenkmünze)
Einweihung eines Sandsteinobelisken in Harpen.
Wiedereinführung des uralten Brauches, einen Eichbaum aus Harpen zu holen.
1891 Aufgrund des Bergarbeiterstreikes fällt das Maiabendfest aus.
1894 Theorien des Regionalforschers Franz Darpe zur Entstehung des Maiabendfestes.
1895 Das Maiabendfest findet erst am 3. Mai statt.
1904 Ausfall des Maiabendfestes durch eine Pockenepidemie.
1910 Einweihung des Engelbert-Brunnens an der heutigen Gabelung Kortumstraße / Ecke Brüderstraße.
1920 Die Stadt Bochum erwirbt den Schützenhof.
1922 Ausfall des traditionellen Festballs aus finanziellen Gründen.
1923 Ausfall des Maiabendfestes durch die Folgen der Ruhrgebietsbesetzung der Franzosen.
1923 Besetzung Bochums durch die Franzosen und passiver Widerstand durch die Bochumer Bevölkerung.
1924 Genehmigung der französischen Militärverwaltung zur Durchführung eines kleinen Maiabendfestes ohne Ausmarsch.
1926 Maiabendfest in althergebrachter Weise nach Abzug der Besatzungstruppen.
1928 Monographie zur Geschichte des Maiabendfestes durch Hans Otto Reusch.
Erstmalige Kranzniederlegung am Grabe des Grafen Engelbert von der Mark in der Stiftskirche zu Fröndenberg.
1929 Maiabendfest trotz Weltwirtschaftskrise.
1931 Gründung des Verbandes der Bochumer Schützenvereine zur Förderung des Maiabendfestes.
1938 Festhalten am althergebrachten Maiabendfest trotz Gleichschaltung.
1943 Zerstörung des Schützenhofes im Bombenhagel auf Bochum.
1944 Zuführung des Graf-Engelbert-Denkmals zur Rohstoffverwertung.
1946 Erste Eichpflanzung nach dem Krieg durch Hermann Hutmacher und Heinz Kayser.
1948 Gründung der Bochumer Maiabendgesellschaft als Nachfolger des Bochumer Bürgerschützenvereins.
Wiedererrichtung des Maiabendfestes und erster Ausmarsch nach Harpen.
1964 Einweihung des neuen Graf Engelbert-Denkmals durch Dr. Hermann Menne.
1975 Beginn der Modernisierung des Maiabendfestes und Ausbau zu einem Heimatfest mit überregionalem Charakter.
1988 600. Bochumer Maiabendfest
Umbenennung der "Diekampstraße" in "Junggesellenstraße".
Monographie 600 Jahre Bochumer Maiabendfest unter Mitarbeit von Klaus Liermann.
1995 1. Teilnahme der Bochumer Maiabendgesellschaft an der
Steuben Parade New York.
1996 Wiedereinführung der bis 1769 bestandenen Tradition der Eichbaumübergabe an einen verdienten Bürger der Stadt Bochum.
Wiedereinführung der Tradition des Verbringen der Eiche in die alte Stadtfeste vor Sonnenuntergang.
Versteigerung von drei Eichbaum-Silbertalern (Unikate) zugunsten Bochumer Jugendorganisationen (bisher über 12 000,-DM).
1997 Erstes Schau- und Singspiel zur Geschichte des Maiabendfestes aus Kindersicht.
1998 Erste Ausstellung zur Geschichte des Bochumer Maiabendfestes.
1999 Internes Modernisierungskonzept 2000 plus als Planungsgrundlage für das neue Jahrtausend.
2000 Erster Auftritt der Bochumer Maiabendgesellschaft im World Wide Web.
Einführung eines Mitgliedermagazins "Der Maikerl".
2001 Die Bochumer Maiabendgesellschaft stellte erstmalig im April für alle Bochumer Grundschulen Unterrichts- und Arbeitsmaterial über die Entstehung des Bochumer Maiabendfestes und der Bochumer Stadtgeschichte zur Verfügung.
2006 Neuer Überarbeiteter Internetauftritt in zwei Teile. Eine Seite beschäftigt sich mit der Geschichte, die andere mit dem aktuellen Geschehen der Gesellschaft (Portal).
Nach Abschluss der U-Bahn Baumaßnahme erstmals wieder Antreten auf dem Rathausvorplatz.
2008 Start des Projekts Bochum 1388 unter Junggesellenhauptmann Stefan Vahldieck.
2010 Umstrukturierung des Bochumer Maiabendfestes zu einem Stadtfest.
2013 625. Bochumer Maiabendfest