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Zapfenstreich 2012 - Rede

Zapfenstreich 2012
 
Die Rede des 1.Vorsitzenden Karl-Heinz Böke:

 


Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Schäfer,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Freunde des Maiabendfestes,

Ich prophezeie, dass unser so geliebtes Maiabendfest, auch noch nach dem 21.12.2012 bestehen wird und nicht vom Untergang der Welt, laut Maya Kalender, bedroht sein wird.

Ich habe in den letzten Jahren des öfteren  meinen Finger in  eine offene Wunde gelegt. Dafür bekam ich Kritik aber auch lobende Worte. Manch einer hatte dafür kein Verständnis, andere wiederum wollten mein Anliegen nicht verstehen. Die aber, die es verstanden haben, wussten was ich mit meinen Worten bezwecken wollte. Dabei ging  es mir jedes Mal um das Wohl und den Fortbestand dieser Gesellschaft, ja dieser Maiabendgesellschaft, und darum werde ich auch in Zukunft, wenn es angebracht ist, meinen Finger mahnend erheben.
Wer aber den Mut zur Kritik aufbringt, der sollte auch genug Rückgrat besitzen, lobenswertes in der Öffentlichkeit kund zu tun. So möchte ich mich besonders bei dem vorübergehend kommissarischen Leiter, von Bochum Marketing, Herrn Andreas Kuchajda, bedanken. Die letzten gemeinsamen Gespräche haben uns Mut gemacht, in die Zukunft zu schauen, aber auch neue Perspektiven aufgezeigt, bei denen es sich lohnt, sie in den nächsten Jahren weiter zu verfolgen.
Deshalb hoffe und wünsche ich mir, dass diese positiven Ansätze im Sinne der Bochumer Maiabendgesellschaft und Bochum Marketing, mit dem neuen Leiter Herrn Schiefelbein weitergeführt, entwickelt und realisiert werden können zum Wohle unserer Stadt.
Des Weiteren gilt mein Dank dem Baudezernenten Herrn Dr. Ernst Kratzsch und seinen Mitarbeitern. die uns bei der Verwirklichung des Planes zur Aufstellung der symbolischen Beckporte im nächsten Jahr, in dem Abwicklungs- und Genehmigungsverfahren, aus unserer Sicht, unbürokratisch geholfen haben.
Nochmals beiden Ämtern an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön im Namen der Maiabendgesellschaft.
Auf Hilfe sind wir natürlich angewiesen, sei es durch die Geschäftswelt von Bochum, die sich so langsam wieder auf alte Traditionen besinnt und uns, bei der Veränderung des Maiabendfestes zu einem Volksfest finanziell unterstützt, aber auch auf sie meine Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.
So wichtig Geld sein mag um ein solches Fest stattfinden zu lassen, so wichtig sind aber auch die Menschen, Menschen die bei diesem Fest mitmachen und sich mit neuen Ideen einbringen.
Deshalb ruf ich an dieser Stelle nochmals dazu auf und appelliere an alle Heimat- Kultur- und Trachtenvereine, aber auch an unsere ausländischen Mitbürger, macht mit und helft uns dabei im europäischen Sinne auch über die Grenzen hinaus dieses Heimatfest gemeinsam zu gestalten.
Stört euch nicht an unsere Uniformen, die sind ein Erscheinungsbild aus dem 20. Jahrhundert. Ich kann nicht vorhersagen wie sich die Maiabendgesellschaft in 50 oder 100 Jahren darstellt, die Zeit wird es zeigen.
Eines möchte ich jedoch klarstellen, trotz unserer Uniformen sind wir kein militaristischer Verein, wenn es auch manchmal den Anschein erwecken sollte. Viele Karnevalisten, die in historischen Uniformen auftreten, werden auch nicht als Militaristen angeprangert. Ich glaube, dass sowohl die Maiabendgesellschaft als aber auch die Karnevalsvereine davon weit entfernt sind.
Uns allen geht es darum Brauchtum zu erhalten und zu pflegen ohne einen militaristischen Hintergedanken.
Laut Überlieferung waren, die damaligen Bochumer Junggesellen, die ersten, die einen Konflikt zwischen Dortmund und Bochum gewaltlos beendet haben.

–    Nämlich durch unseren Pfiff   –

Deshalb wünsche ich Ihnen und uns, bei blauweißem Wetter ein schönes Bochumer Maiabendfest mit vielen fröhlichen Menschen und einen positiven Ausblick auf das Jahr 2013 zum 625. Jubiläum.

Blau - weiß