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Maischützen sehen sich gefangen zwischen Stadt und Bo-Marketing (RN)

Maischützen sehen sich gefangen zwischen Stadt und Bo-Marketing


Als Spielball zwischen der Stadt und Bochum-Marketing fühlt sich die Maiabendgesellschaft. Seit Monaten kommen kommen die beiden Parteien nicht zusammen. Es geht um eines der ältesten Heimatfeste in Deutschland: das Maiabendfest.


Dabei schienen die Weichen perfekt gestellt. Erst gab es einige kritische Stimmen, doch dann kam die neue Form des Maiabendfestes im vergangenen Jahr insgesamt gut an. Für den Vorstand der Maiabendgesellschaft mit ihrem Vorsitzenden Karl-Heinz Böke war deshalb klar: So machen wir in 2011 weiter. Ob es dazu kommt, scheint offener denn je. Mittlerweile ist das Thema bereits in der Politik angekommen.

Spielball


„Wir fühlen uns als Spielball zwischen der Stadt und Bo-Marketing“, ist Karl-Heinz Böke „mächtig angefressen“. Seit August 2010 laufen die Gespräche. Von Seiten der Verwaltung höre der Verein, dass alles so bleiben solle wie im vergangenen Jahr. „In verschiedenen Gesprächen mit Bo-Marketing wurden wir im Nachhinein jedoch eines Besseren belehrt.“

Der Vorsitzende bestreitet zugleich, dass er von der Marketingesellschaft ein Kooperationsangebot bekomme habe, das die Zusammenarbeit bis 2015 regeln soll. Bo-Marketing-Geschäftsführer Matthias Glotz hält in einer schriftlichen Stellungnahme hingegen daran fest. Ansonsten teilt Bo-Marketing mit, dass sie „laufende und ergebnisoffene Gespräche grundsätzlich nicht kommentieren“.

Aufgabenverteilung


Näher ins Detail geht der Vorstand der Maischützen. Er beklagt, dass er in diesem Jahr viele Aufgaben übernehmen solle, die im vergangenen Jahr bei Bo-Marketing angesiedelt waren. Dabei geht es etwa um den Aufbau und die Abnahme der Bühnen, um Absperrungen und mehr. „Dazu sind wir nicht in der Lage, unser Vorstand ist ehrenamtlich tätig“, so Böke.


Quelle: Ruhrnachrichten / Lokales Bochum / von Thomas Aschwer am 28. Januar 2011