Stimmungsvoller Start des Maiabendfestes (WAZ)

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Bochum . Zum Bochumer Maiabend 2010 präsentiert sich der Boulevard als mittelalterliches Dorf, mit Gauklern, Handwerkern und fahrendem Volk. Doch Achtung: Rittersleut’ gehen ebenfalls umher, und ihre Schwerter sind scharf!

 

 

Der Schmiedehammer klirrt schwer auf dem Amboss, eine Handsäge ratscht durchs Gebälk, die Luft schmeckt nach Rauch und nach frisch gebackenem Brot - keine Frage: Das „neue“ Maiabendfest kann man mit allen Sinnen erleben. Das konnte man stimmungsvoll schon am Donnerstagabend 22. April erfahren, als das 622. Maiabenfest hervorragend startete.

 

Schon vor dem „Anpfiff“ um 18 Uhr war die Stadt gut gefüllt, was eindeutig dem besagten Mittelaltertreiben geschuldet war. Neugierige Blicke, allerhand kleine Sensationen: der wuchtige Schwertkampf einer Ritterschar vor Fiege’s Stammhaus, das Mini-„Riesen“-Rad aus Holz mit Handantrieb, das Modell des Dorfes Bochum im 14. Jahrhundert, das die Gruppe „1388“ präsentierte, und vieles mehr. Auf der Bühne klamaukte Esther Münch, dann spielte die Top-Coverband „Push Up“ die Hits der Pop- und Rockhistorie ‘rauf und ‘runter.

 

Rockmusik auf der Bühne

 

Kein Wunder, dass es an den Imbiss- und Getränkeständen den Abend über munter zu ging. Nach 22 Uhr war der Auftakt des „neuen“ Maiabendfestes beendet, und die Macher waren es zufrieden. Die Aufforderung von Bürgermeistern Gaby Schäfer in ihrer Begrüßung, dem umgestalteten Fest eine „faire Chance“ zu geben, wurde nachgekommen. Unterhaltung und Abwechslung, aber auch klassisches Volksfesttreiben bei Gulaschsuppe und Fiege Pils machten den Brauchtumsabend zu einem ersten Erfolg. „Sieht ganz so aus, als würden wir mit unserem Konzept richtig liegen“, meinte der Vorsitzende der Maiabendgesellschaft, Karl-Heinz Böke.

 

Geschichte lebendig gemacht

 

Der Trend hielt am Freitag 23. April an. Vormittags hatten die Maiabendgesellschaft den Besuch zahlreicher Schulklassen organisiert, die sich nicht nur übers Maiabendfest, sondern auch über die Geschichte Bochums und das Mittelalter insgesamt informieren konnten. Auch viele Passanten ließen sich locken, füllten den Boulevard bei schönstem Frühlingswetter mit Leben.

 

WAZ Bochum, 23.04.2010, Jürgen Boebers-Süßmann