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Maiabendgesellschaft zu Besuch (WR)

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 Maiabendgesellschaft zu Besuch (WR)

Kranzniederlegung 2007

Fröndenberg. (AL) Lebendiges Erinnern - die Bochumer Maiabendgesellschaft stattete Fröndenberg und dem Grab Graf Engelberts gestern den traditionellen Besuch ab.

Graf Engelbert der Dritte von der Mark hatte 1388, also vor 619 Jahren, den Bochumer Junggesellen eine Stiftung vermacht, die es ihnen erlaubte, alljährlich am Vorabend des erste Maitages eine Eiche aus dem Wald im heutigen Bochum-Harpen zu schlagen. An diese Schenkung erinnert das Bochumer Maiabendfest, eines der ältesten Feste in ganz Westfalen. Aus diesem Anlass machten sich auch gestern wieder, zum 71. Mal übrigens, zahlreiche Schützen der Bochumer Maiabendgesellschaft nach Fröndenberg auf, um am Grab "ihres" Grafen einen Kranz niederzulegen.

"Das Wetter ist heute blau-grün-weiß", hatte Adolf Ulmke, Oberst der Fröndenberger Bürgerschützen in Anspielung auf die Farben der Gesellschaft festgestellt. Er begrüßte zahlreiche Schützen aus Fröndenberg: Schützenbund, Bürgerschützen, "Adler Hohenheide" und die Ruhrtalschützen. Bochums Bürgermeisterin Gabriela Schäfer und Stefan Vahldieck, Junggesellenhauptmann der Maiabendgesellschaft, bedankten sich für die Gastfreundschaft und lobten die tiefe Freundschaft der Vereine. Zu den Klängen mehrerer Spielmannszüge legten die Bochumer Schützen einen Kranz am Grab des Grafen nieder. Einen gemütlichen Ausklang gab es in der Hohenheider Schützenhalle. "Auf nach Harpen", gab Gabriela Schäfer das Motto für das nächste Wochenende aus, wenn die Fröndenberger ihren Gegenbesuch zum Ausmarsch nach Harpen und dem Maiabendfest antreten.

Quelle: Westfälische Rundschau / Lokales / Fröndenberg