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Maiabendfest: 500 Schützen in Fröndenberg erwartet (WAZ)

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Fröndenberg. Mit acht Bussen reisen die Delegationen der Bochumer Maiabendgesellschaft am Sonntag, 18. April, in Fröndenberg an. Eine Eskorte der örtlichen Polizei wird die Gäste um 11.15 Uhr am Windpark in Fröndenberg-Ostbüren in Empfang nehmen und zum Harthaer Platz begleiten.

Hier werden die Bochumer Schützen durch die Vertreter der heimischen Schützenvereine, des Bürgerschützenvereins Fröndenberg, dem Schützenbund, Schützenverein „Adler Hohenheide” und Schützenverein „Ruhrtal Warmen” empfangen.

Gemeinsam werden alle um 11.45 Uhr in einem Festzug begleitet durch sechs Musikzüge aus Bochum und Fröndenberg über die Alleestraße zur Treppe vor das Stiftsgebäude ziehen. Um 12.30 Uhr beginnt der Festakt mit Kranzniederlegung am Grabe des Grafen Engelbert III. von der Mark in der Stiftskirche. Zum gemeinsamen Mittagessen und gemütlichen Umtrunk treffen sich alle Beteiligten ab 13 Uhr in der Schützenhalle „Ruhrtal Warmen”.

Dass Fröndenberg Schauplatz des Festauftakts ist, liegt daran, dass Graf Engelbert III. von der Mark in der Stiftskirche begraben ist. Im Mittelalter gehörte Bochum zur Grafschaft Mark, in der von 1347 bis 1391 Graf Engelbert III. regierte. Wegen eines Spottgedichtes sagte er der damals freien Reichsstadt Dortmund 1388 die Fehde an. In diesem kriegerischen Streit leisteten die Bochumer Junggesellen dem Grafen tatkräftige Hilfe. Aus Dankbarkeit machte Graf Engelbert, der zeitweilig auf der Burg Blankenstein wohnte, den Bochumer Junggesellen 1388 eine Stiftung. Sie erhielten das Recht, alljährlich am Vorabend des 1. Mai aus den gräflichen Waldungen im Bockholt (jetzt Stadtteil Bochum-Harpen) einen ausgewachsenen Eichbaum abzuholzen. Dieser musste vor Sonnenuntergang auf den Schultern der Junggesellen durch die Beckporte nach Bochum gebracht werden.

Daran erinnert das Maiabendfest, das in diesem Jahr zum 622. Mal begangen wird. Ganz Bochum nimmt an den Feierlichkeiten teil.

 

WAZ Fröndenberg, 14.04.2010, Birgit Helmers