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Nachbetrachtung zum 622. Maiabendfest im Jahr 2010

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Nachbetrachtung zum 622. Maiabendfest im Jahr 2010

Das 622. Maiabendfest wurde im Rahmen des westfälischen Brauchtumsabends am 22.April 2010 eröffnet, auch wenn die Stände des mittelalterlichen Marktes entlang des Boulevards bereits früher geöffnet hatten und sich regen Interesses erfreuten.
Nachdem der Vorsitzende der Bochumer Maiabendgesellschaft, Herr Karl-Heinz Böke, und der Junggesellenhauptmann, Jean-Pascal Lohof, ihre Eröffnungsreden gehalten hatten, fand ein Rundgang über den mittelalterlichen Markt entlang des Boulevards statt.
Hierbei konnten die Teilnehmer Einblick in die mittelalterliche Handwerkskunst nehmen.
Parallel hierzu wurden die zahlreichen Besucher des westfälischen Brauchtumsabends durch Esther Münch, alias Waltraud Ehlert, auf der Bühne vor dem Kuhhirten unterhalten.

Am Morgen des 23. April 2010 fanden Stadtführungen für Schulklassen statt, bei welchen den Schülern die Geschichte Bochums nähergebracht wurde. Im Anschluss hieran besuchten sie dann den mittelalterlichen Markt und konnten an den verschiedenen Ständen das Handwerk des Mittelalters und das Leben im Mittelalter hautnah erleben. Die Schülerinnen und Schüler, aber auch deren Lehrer, waren von dem angebotenen Programm begeistert. Auf Grund der positiven Resonanz soll dieser Programmpunkt auch im Rahmen der folgenden Maiabendfeste als fester Bestandteil aufgenommen und noch ausgebaut werden.
Am Abend des 23. April 2010 fand dann um 19:30 Uhr der ökumenische Gottesdienst in der Probsteikirche und hiernach der Umzug durch die Innenstadt statt. Gegen 21:00  Uhr wurde schließlich auf der Bühne vor dem Kuhhirten zum Großen Zapfenstreich geblasen.

Am Samstag erfolgte der Ausmarsch vom Rathausplatz nach Harpen. An diesem nahmen die Bochumer Maiabendgesellschaft sowie einige Gastvereine teil. In Harpen eingetroffen, fand die Abnahme der Parade in diesem Jahr in abgespeckter Form in Höhe des alten Amtshauses statt. Schließlich im Bockholt angekommen, fiel die Begrüßung durch den Vorsitzenden des BSV Harpen deutlich kühler aus, als in den Jahren zuvor. Dieser konnte sich zudem der einen oder anderen Spitze in seiner Rede nicht enthalten, auch wenn er immer wieder betonte, nicht sticheln zu wollen. Pünktlich um 14:00 Uhr startete dann für die Marschierer der Rückmarsch zum Kirmesplatz.
In diesem Jahr bestand zudem erstmals die Möglichkeit einen Bustransfer in Anspruch zu nehmen. Hierfür hatte die BoGeStra Busse eingesetzt, die alle, welche den Rückmarsch nicht auf sich nehmen wollten, aus Harpen zum Kirmesplatz an der Castroper Straße brachten.
Der Kirmesplatz bildete den Sammelplatz für all diejenigen, die mit in die Innenstadt marschieren wollten.
Gegen 15:30 Uhr erfolgte von dort der Abmarsch in die Bochumer-Innenstadt. Es stellte sich schnell heraus, dass die Neuerung, dass der Einmarsch den Schwerpunkt des Marsches bildet, von der Bevölkerung und den Gästen des Maiabendfestes bereits im ersten Jahr angenommen wurde. Denn bereits an der Castroper Straße hatten sich viele Zuschauer eingefunden.
Als der Zug dann den Nordring passiert hatte und in die Große Beckstraße einmarschierte, bot sich den Marschierern ein Bild, das selbst die kühnsten Vorstellungen und Hoffnungen übertraf. Die Zuschauer standen dicht gedrängt am Straßenrand, dass die Bürgersteige nicht ausreichend breit waren und jubelten den Einmarschierern zu. Das Bild war überwältigend.
Nach dem Umzug durch die Innenstadt wurde der Zug an der Bühne vor dem Kuhhirten vorbeigeführt und jede teilnehmende Gruppe namentlich erwähnt. Auf Grund der Länge des Zuges nahm dieses einige Zeit in Anspruch.
Nachdem die letzten Teilnehmer vorgestellt waren und die Bühne passiert hatten, folgte die Ansprache des Vorsitzenden der Bochumer Maiabendgesellschaft, Herrn Karl-Hein Böke, der Oberbürger-meisterin, Frau Dr. Scholz, sowie des Junggesellenhauptmanns Jean-Pascal Lohof. Hiernach fand die Übergabe des Eichbaums an die Firma Heintzmann, ein altes traditionelles Bochumer Unternehmen, statt. Es schloss sich das musikalische Unterhaltungsprogramm an, welches bis ca. 22:00 Uhr andauerte. Um 22:00 Uhr bildete das Feuerwerk, dieses wurde von Dach des Hauses der Firma Lötte gezündet, den krönenden Abschluss eines gelungenen Tages, was allerdings nicht bedeutete, dass sich der Boulevard nun leerte. Es wurde noch bis in die Nacht weitergefeiert.

Der Sonntag stellte schließlich mit seinem Schwerpunkt für Familien und Kinder sowie einem musikalischen Unterhaltungsprogramm den Abschluss des diesjährigen Maiabendfestes dar.

Die große Anteilnahme der Gastvereine, der Bochumer Bevölkerung und der Gäste hat gezeigt, dass die Neuerungen im Ablauf des Festes durchweg angenommen worden sind.
Dem Einmarsch in die Bochumer-Innenstand ist durch die neue Schwerpunktsetzung nun die Bedeutung zugekommen, die er verdient.
Dieses dürfe der entscheidende Schritt gewesen sein, um den Bochumer Bürgern und den Freunden des Maiabendfestes zu verdeutlichen, dass es sich bei dem Maiabendfest um ein Bochumer Fest handelt, mit welchem sie sich auch identifizieren können und vor allem auch wollen.
Dass die neue Form des Maiabendfestes auf dem besten Weg dahin ist, eine feste Größe zu werden, wird zudem durch die Aussteller des mittelalterlichen Marktes bestätigt. Diese waren über die Reso-nanz und des Interesse der Besucher des Marktes derart positiv überrascht, dass sich die meisten von ihnen vorstellen können, das Bochumer Maiabendfest als einen feststehenden Termin vorzumer-ken und auch für die folgenden Jahre ihre Teilnahme zugesagt haben.
Es gab zwar hier und dort einige Dinge, die beim nächsten Maiabendfest besser gemacht oder verän-dert werden müssen. Dieses war jedoch auf Grund der Neugestaltung auch nicht anders zu erwarten.
Festzustellen ist jedoch, dass die Grundstruktur für das nächste Maiabendfest steht.


Für das 622. Maiabendfest gilt es nun noch Dank zu sagen.

Der Dank gilt zunächst den Besuchern des Festes, die die Straßen so zahlreich gesäumt haben, das selbst unsere Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Scholz, den Einmarsch in die Bochumer –Innenstand und den Zug entlang der Bühne als „grandios“ bezeichnet hat.

Dank gilt aber auch den Mitgliedern der Bochumer Maiabendgesellschaft, welche durch ihren Einsatz und die tatkräftige Unterstützung dafür gesorgt haben, dass dieser Erfolg möglich geworden ist.
In diesem Zusammenhang ist besonders die Gruppe "Stadtwache Bochum 1388" hervorzuheben, die über den gesamten Zeitraum des Festes mit Ständen auf dem Boulevard vertreten gewesen ist, welche sie selbst besetzt hatte und daher doppelt beansprucht war.

Die Bochumer Maiabendgesellschaft bedankt sich zudem bei den Gastvereinen, die am diesjährigen Maiabendfest teilgenommen haben. Sei es, dass sie mit nach Harpen marschiert sind oder aber vom Kirmesplatz mit in die Bochumer-Innenstadt. Dieses insbesondere in dem Bewußtsein, dass es auch für sie nicht einfach gewesen ist auf die Umstrukturierung des Maiabendfestes zu reagieren. 

Last but not least ist auch der Agentur Life Event und hiermit verbunden Herr Christian Schonefeld zu nennen.
Dieser hat es durch seinen unermüdlichen Einsatz in den letzten Wochen möglich gemacht, dass die neue Ausrichtung des Fests tatsächlich umgesetzt werden konnte. Ohne die professionelle Begleitung wäre dieses überhaupt nicht möglich gewesen.

Ein dreifach kräftiges Blau-Weiß ist schließlich dem Wetter-Gott geschuldete, welcher sich für die Dauer des 622. Maiabendfestes als echter Maikerl herausgestellt hat.

Zum Schluss bleibt festzustellen, dass auf Grundlage des neuen Konzeptes des Maiabendfestes durchaus hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt werden und die Bochumer Maiabendgesellschaft 1388 e.V. auf das 622. Maiabendfest mit Recht stolz sein kann.


Ein herzliches Blau-Weiß

Thomas Kuhn
Für den Vorstand der Bochumer Maiabendgesellschaft