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Maiabend: Ein Fest wie kein Zweites (RN)

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Maiabend: Ein Fest wie kein Zweites

BOCHUM Eine ganze Stadt, einig in "blau-weiß". Selbst der Himmel spielte beim 621. Maiabendfest brav mit und bescherte das passende Sommerwetter, um den traditionellen Marsch nach Harpen zu versüßen.

Zum ersten Mal ging es für Jean - Pascal Lohof als Junggesellen- hauptmann der Bochumer Maiabendgesellschaft in das Harpener Bockholt. Das gute Wetter und  die vielen jubelnden Bürger ließen ihn frohlocken.
Schumacher
Der Rathausplatz war gerammelt voll, als sich am Samstag die Umzugsgruppen versammelten. Hunderte Zuschauer strömten um 10 Uhr zur Begrüßung durch OB Dr. Ottilie Scholz.

"Das Maiabendfest gehört zu den Werten, die wir brauchen, um uns in dieser schnelllebigen Welt heimisch fühlen zu können", beschrieb Scholz. Zu Gast waren wieder Gäste aus Bochums Nachbarstädten Sheffield, Oviedo, Donezk und Nordhausen.

Auch aus Deutschlands Hauptstadt kam politischer Besuch: Bundestagspräsident Norbert Lammert kam auf einen Sprung in seine Geburtsstadt und konnte versichern: "In Berlin ist nichts los, was mit dem Maiabendfest in Bochum mithalten könnte".

Stockender Ausmarsch

Ein bisschen ins Stocken geriet der Abmarsch nach Harpen dann ausgerechnet beim Bochumer Jungenlied. Erst nach der dritten Aufforderung durch Junggesellenhauptmann Jean-Pascal Lohof stimmte der Spielmannszug "Spielleute" Bochum 1912 das Lied an. Dafür schallten die Pfiffe der Bochumer Jungen und Mädchen umso lauter.

Um 10.30 Uhr konnte es dann losgehen: Der schier endlose Tross aus Maikerls und -mädels setzte sich in Bewegung, um den Eichbaum aus dem Harpener Bockholt zu holen. Bei Temperaturen über zwanzig Grad sahen sich dementsprechend zahlreiche Schaulustige das bunte und laute Treiben an. Angeführt vom Junggesellenhauptmann, zogen die Hundertschaften über den Boulevard und die Kortumstraße durch die Innenstadt.

Überall schwenkten Zuschauer blau-weiße Fahnen, die Resonanz bei den Bochumern war beeindruckend. Mit "Blau-Weiß!" begrüßten die Zuschauer die zirka 3000 Mitmarschierer. Als Dank gab es Kamelle.

Baum gab nach

Mit deutlicher Verspätung erreichte die Parade nach der Abnahme an der Harpener Ortsgrenze ihr Ziel im Bockholt. Erst um halb zwei gab der Eichbaum den kräftigen Zügen durch Thorsten Horn alias Graf Engelbert nach.

Quelle: Ruhrnachrichten / Lokales Bochum /von Karim Laouari am 26. April 2009