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Maischützen gedenken ihres Gründers (WR)

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Maischützen gedenken ihres Gründers


Fröndenberg. (rw) Es ist das älteste Volksfest im Ruhrgebiet: Seit 1388 wird in Bochum das Maiabendfest gefeiert. Und das ist jedes Jahr ein Anlass für die Mitglieder der Bochumer Maiabendgesellschaft, Fröndenberg zu besuchen. ...


 .. Denn dort liegt der Stifter des Festes begraben, Graf Engelbert II. von der Mark. In der Stiftskirche fand der mächtige und streitlustige Graf seine letzte Ruhestätte.
Der Anlass des Festes geht auf die große Dortmunder Fehde zurück, in der sich der Märker Graf mit der Freien Reichsstadt Dortmund anlegte. Dortmunder stahlen im Zuge der
Auseinandersetzung in Bochum eine Herde Rinder. Bochumer Junggesellen verfolgten die Räuber und konnten ihnen die Beute abnehmen. Als Dank erlaubte ihnen Engelbert II.,
jährlich in seinem Forst Bockholt eine Eiche zu schlagen und aus dem Erlös ein Fest zu feiern. Das ist nun 620 Jahre her.
Am Sonntag, 20. April, gut eine Woche vor dem eigentlichen Fest, besuchen die Maischützen Fröndenberg, um am Grabe ihres Patrons in der Stiftskirche einen Kranz
niederzulegen.
Rund 600 Maischützen werden in Fröndenberg erwartet und von den heimischen Schützenvereinen erwartet. Bürgermeister Egon Krause wird dabei auch Bochums Bürgermeisterin Gabriela Schäfer begrüßen. Gemeinsam werden sie dem Gottesdienst in der Stiftskirche beiwohnen, der von Pfarrer Achim Heckel gefeiert wird. Anschließend folgt die Kranzniederlegung.


Traditionsgemäß schließen sich ein gemeinsames Mittagessen und ein Umtrunk in der Schützenhalle Warmen an. Gegen 16 Uhr treten die Gäste dann die Heimreise an.

Quelle: Westfälische Rundschau Fröndenberg, 10.04.2008