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Ein Fest für den Kuhhirten (WAZ)

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Ein Fest für den Kuhhirten


Zum 100. Geburtstag des Kuhhirten-Denkmals hatte die IG Boulevard am Samstag ein kleines Heimatfest rund um die Propsteikirche aufgezogen. Der Blick in die (Heimat)Geschichte stießen auf reges Interesse.

Auf einem wie herbei gezaubert wirkenden historischen Markt konnte man Holzschnitzern und Schuhmachern bei der Arbeit zusehen; die Herren der Gruppe 1388 der Bochumer Maiabendgesellschaft ließen in mittelalterlicher Gewandung die Bochumer Historie, so wie sie sich vor dem Industriezeitalter darstellte, aufleben. Das war kein trockener Geschichtsunterricht, sondern ein höchst lebendiges Vergnügen. "Die Leute sind sehr an Heimatgeschichte interessiert, wenn man sie populär vermittelt", zeigte sich Jürgen in der Beek, Sprecher der IG Boulevard, über den Zuspruch zufrieden. Tatächlich war die nostalgische Zeltstadt im Schatten der Propstei den ganzen Samstagvormittag dicht "belagert".

Auf regen Interesse stießen auch die Stadtführungen mit Heike Brauckhoff im Gewand einer Spinnerin, die ihren Gästen die Geschichte des Gerberviertels und der Propstei - Kernorte des alten Bochums - vermittelte. Beendet wurden die Rundgänge mit einem "Bochumer Tröpfchen" aus der Alten Apotheke.

Und auch auch die schicken Sammeltassen mit dem Kuhhirtenmotiv fanden regen Absatz. Kein Wunder: Schließlich wollen echte Bochumer/innen auch daheim auf "ihren" Kortebusch anstoßen.

Quelle: WAZ Bochum 21.09.2008, Von Jürgen Boebers-Süßmann