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VfL grüßt Maischützen

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VfL grüßt Maischützen

 

Der Umzug des 620. Bochumer Maiabendfestes führte auch in diesem Jahr am rewirpowerSTADION vorbei. Selbstverständlich stand eine Delegation unseres VfL an der Castroper Straße, um den Umzugsteilnehmern mit dargereichten Mettwürstchen und Flüssignahrung in Form feinsten Fiege-Bieres den Marsch zu erleichtern. Das Angebot wurde unter vielfachem „Blau-Weiß!“ dankend angenommen.

 Auch Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, die knapp eine Stunde vor dem Eintreffen am rewirpowerSTADION den Zug hinaus nach Harpen gestartet hatte, zeigte sich begeistert von der Aktion. Sie konnte aber nicht allzu lange verweilen, schließlich musste das fröhliche Fußvolk um kurz nach zwölf Uhr bereits in Harpen sein, um die Parade abzunehmen.

Wer es nicht so genau weiß: Der in Deutschland einzigartige Brauch des Bochumer Maiabendfestes ist geschichtlich überliefert. Im Mittelalter gehörte Bochum zur Grafschaft Mark, in der von 1347 bis 1391 Graf Engelbert III. regierte. Wegen eines Spottgedichtes sagte er der damals freien Reichsstadt Dortmund 1388 die Fehde an. In diesem kriegerischen Streit leisteten die Bochumer Junggesellen dem Grafen tatkräftige Hilfe. Der Volksmund weiß zu berichten, dass die Bochumer eine wertvolle Herde Vieh, die die Dortmunder fortgetrieben hatten, dem Grafen wieder zurückeroberten.

 

 Aus Dankbarkeit machte Graf Engelbert, der zeitweilig auf der Burg Blankenstein wohnte, den Bochumer Junggesellen 1388 eine Stiftung. Sie erhielten das Recht alljährlich am Vorabend des 1. Mai aus den gräflichen Waldungen im Bockholt (jetzt Stadtteil Bochum-Harpen) einen ausgewachsenen Eichbaum abzuholzen. Dieser musste vor Sonnenuntergang auf den Schultern der Junggesellen durch die Beckporte nach Bochum gebracht werden. Sie wurde einem verdienten Bochumer Bürger übergeben, der dafür das Maiabendfest (Schützengelage) finanziert hat.

In symbolischer Anlehnung an das frühere Brauchtum wird auch heute noch eine junge Eiche aus dem Bockholt eingeholt und in Bochum gepflanzt. Westfälische Treue und ein starkes Heimatbewusstsein haben das Erbe der Väter bis auf den heutigen Tag gewahrt. Die ganze Stadt nimmt an dem Maiabendfest herzlich Anteil.

 

Natürlich marschiert auch in diesem Jahr der Graf Engelbert unter seinen Junggesellen, in unmittelbarer Nähe zu den Dortmunder Vertretern. Der Umzug, bestehend aus Schützen-, Fanfaren- und Trommelkorps sowie etlichen Wagen, wird auch auf dem Rückweg am rewipowerSTADION vorbeikommen, in dem unsere Partie dann schon läuft.
Übrigens haben wir an Spieltagen des Maiabendfestes immer gut ausgesehen, im letzten Jahr gab es am Vorabend des Umzuges ein 2:1 über Schalke. Daran darf gegen den MSV ruhig angeknüpft werden. Blau-Weiß!


Quelle: VFL Bochum

Mit freundlicher Genehmigung der VFL Redaktion / C.Gruber