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Bürgerliches Leben im Gründungsjahr (WAZ)

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Bürgerliches Leben im Gründungsjahr
 

Das Biwak läutete Vorsitzender Protzel ein und stellte Junggesellenhauptmann Stefan Vahldieck vor."Keine Stadt hat so ein verwurzeltes Heimatfest wie Bochum", betonte der Junggesellenhauptmann der Maischützen, Stefan Vahldieck. Seit vier Jahren ist er Mitglied im Maischützenverein, bereits zum zweiten Mal in Folge stellte er sich am Samstag bei der Eröffnung des Biwaks auf dem Bongard-Boulevard als Junggesellenhauptmann vor. Besonders stolz ist der 25-Jährige auf die vier Gründungsmitglieder der Maiabendgesellschaft, die für ihre 60-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden.

Darunter Oberstleutnant Hans Kneider und Hauptmann Willi Hölting, der sich u.a. verdient gemacht hat, weil er die Neidenburger Glocke, die zum Zapfenstreich am Rathaus geschlagen wird, gestiftet hat. Auch Oberstleutnant Heinz Aufermann wurde als Jubilar geehrt. Er kämpfte 40 Jahre lang als Kassierer für jeden Pfennig, bis er 2006 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt abgeben musste. Und Oberstleutnant Heinz Bornkessel setzte sich während seiner 60-jährigen Mitgliedschaft als Kompanieschießwart vor allem für die Verbesserung der Schießleistungen ein.

"Das Maischützenfest hat eine 620-jährige Tradition, die muss man pflegen", erklärte Vahldieck, der im "echten" Leben selbstständiger Versicherungskaufmann ist, sein Anliegen. Um das Jahrhunderte alte Brauchtum zu erhalten, hat er neue Akzente gesetzt: Nach dem traditionellen Marsch durch die Innenstadt präsentierten die Maischützen in historischen Kostümen das bürgerliche Leben um 1388, ihrem Gründungsjahr. Zunächst wurde das historische Legat verlesen, anschließend das mittelalterliche Leben rund um das Biwak dargestellt. Das freute auch den Ersten Vorsitzenden der Maischützen, Volker Protzel: "Wer sich für die Bochumer Geschichte interessiert und ein Heimatbewusstsein hat, der ist bei den Maischützen gut aufgehoben."

Quelle: WAZ Bochum / Lokales Bochum / 21.04.2008