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Neue Heimat am Kuhhirten (WAZ)

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Neue Heimat am Kuhhirten
 
 
Die Verlagerung der blau-weißen Aktivitäten vom Rathausplaz auf den Boulevard wurde allgemein als "gute Idee" aufgenommen. "Ein Fest für alle Bochumer, mitten in der Stadt", wünscht sich der Vorsitzende für die nächsten Jahre. ...
 
Ordentlich 'was los war im Städtchen, als die Maikerls und Maimädels am Samstag losmarschierten. Foto: WAZ, Ingo Otto (WAZ)
 
Ordentlich 'was los war im Städtchen, als die Maikerls und Maimädels am Samstag losmarschierten.
Foto: WAZ, Ingo Otto 
 
 
... Am Auszug nach Harpen soll festgehalten werden - trotz anderslautender Gerüchte

620. BOCHUMER MAIABENDFEST

Das 620. Maiabendfest wird schon deshalb in Erinnerung bleiben, weil zum ersten Mal seit Jahren der Wille zur Veränderung nicht nur beschworen, sondern auch ins Werk gesetzt wurde.

Die Zusammenziehung der kompletten blau-weißen Festwoche auf dem Boulevard (von der Hauptmannsvorstellung über den Brauchtumsabend und den Zapfenstreich bis zum Ausmarsch) wurde von den meisten Besuchern als "gute Idee" akzeptiert. Am Kuhhirten war eine Bühne aufgebaut worden, auf der während des "Dämmerschoppens" eine Band musizierte und die freche Kabarettistin Esther Münch den Maischützen manches ins Stammbuch schrieb. Drumherum Getränkestände der zwei hierzulande dominierenden Brauereien, dazu Imbissbuden, alles stets gut umlagert. Bis zum Feuerwerk um 22 Uhr und dem kurz darauf einsetzenden Regen war der Abend gut bis sehr gut besucht, verglichen mit dem eher mauen Zuspruch im letzten Jahr auf dem Rathausplatz jedenfalls. "Wir wollen uns als Heimatfest für alle mitten in der Stadt positionieren", so der Vorsitzende Volker Protzel. Der Boulevard böte dazu "alle Chancen". Auch die Strategen von BO-Marketing scheinen nicht abgeneigt. "Für die Innenstadt bietet ein so einzigartiges Heimatfest wie das Maiabendfest natürlich noch viel Potenzial", gab BO-Marketing-Geschäftsführer Matthias Glotz zu Protokoll. Aber natürlich waren das zunächst nur Bekenntnisse, zwar kernig, aber wenig konkret. Wie eine Ausweitung des Festes organisatorisch und - vor allem - finanziell dargestellt werden kann, wird sich zeigen.

Unbeantwortet blieb die Frage nach der Beckporte. Es gab sie auch diesmal wieder nur als fahrbahren Untersatz im Festzug. Das historische Tor im Brückviertel in welcher Form auch immer neu aufzustellen, und damit ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen, auch das bleibt eine Aufgabe.

 

Quelle: WAZ / Lokales Bochum / 27.04.2008 / Von Jürgen Boebers-Süßmann