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Graf gibt grünes Licht (RN)

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Graf gibt grünes Licht
 

Mitte "Das 620. Maiabendfest ist in den Startlöchern", frohlockte Volker Protzel, Vorsitzender der Maiabendgesellschaft, und war voller Vorfreude. Am Samstag gab es gleich dreifachen Grund zur Freude.

Das Biwak wurde eröffnet, das Legat verlesen und der Junggesellenhauptmann vorgestellt.

"Er hat Ideen, er will nach vorne und das hat er schon bewiesen", stellte Protzel Stefan Vahldiek vor, der zum zweiten Mal gen Harpen reitet, um das alterwürdige Legat des Grafen Engelbert zu erfüllen. Doch das musste natürlich, so will es der Brauch, verlesen werden. Und so kam er dann, der hochgewachsenen Thorsten Horn, der als "Graf" dem Junggesellenhauptmann und seinem Adjutanten Jean-Pascal Lohof grünes Licht für den Ausmarsch gab.

Wichtige Tradition

Auch wenn die Tradition wichtig ist. "Wir wollen einen Neuanfang wagen", verkündete Protzel vollmundig. Das Maiabendfest soll sich nämlich künftig als blau-weißes Stadtfest entwickeln.

Neues sieht auch Bürgermeisterin Gabriela Schäfer im Fest und lobt das Dreigestirn Valdieck, Lohof und Horn. "Die Drei geben dem Fest ein junges Gesicht", strahlte sie.

Trotz des jungen Gesichtes wurden die Wurzeln nicht vergessen. Deswegen wurden am Samstag auf dem Boulevard neben dem Kuhhirten-Denkmal fleißig Jubilare geehrt. Einige sogar für 60-jährige Mitgliedschaft.

Es war ein Wechselbad. Da wurde die Tradition gefeiert und die Moderne gepriesen. So kam, nachdem die Altvorderen geehrt wurden, der potentielle Nachwuchs auf die Bühne. Die BO-Maus-Bande zeigte ihre eigene Umsetzung des 620 Jahre alten Brauchs mit frechen Sprüchen und flotter Musik.

Altes neues Zelt

Richtig neu war beim Biwak etwas Altes: Ein mittelalterliches Zelt, das zum "Projekt 1388" angeschafft wurde und, wie die Mini-Beckporte, ein Augenschmaus ist.

 

Quelle: Ruhrnachrichten / 20.04.2008 / Sebastian Ritscher