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Schon als Kind ein "Blauweißer" (RN)

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Schon als Kind ein "Blauweißer"

Schon als kleiner Junge winkte Volker Protzel den "Blauweißen" begeistert zu. Doch erst mit Mitte 20 fand er schließlich über Manfred Hannok zu der Bochumer Maiabendgesellschaft, deren Vorsitzender er seit sechs Jahren ist.

Zuvor hatte Protzel, der heute 50 Jahre alt wird, bereits 21 Jahre lang im Geschäftsführenden Vorstand für den Heimatverein und das größte Volksfest des Reviers gearbeitet. Die Erhaltung und Förderung der "praktizierten Geschichte der Heimatstadt" hat sich Protzel auf die Fahne geschrieben. "Wer weiß, wo er herkommt, weiß auch, wo er hin will", bringt der selbständige Marketingberater sein Lebensmotto auf eine Formel.

Doch neben der Wahrung der Tradition stünde der Spaß bei den Maischützen auch ganz oben. Und die Jugend, für die viel getan werde. "Nicht ohne Grund sind ein Drittel unserer fast 900 Mitglieder unter 18 Jahre alt," kennt Protzel keine Nachwuchssorgen. Er selbst hat eine Tochter - Alena (18). Wegen seiner Ehefrau Petra konnte er nie Junggesellenhauptmann werden: "Als ich zu den Maischützen kam, war ich schon verheiratet."

Als Vorsitzender hat er die Tradition wiederaufleben lassen, dass die Eichen einem verdienten Bürger oder einer alteingesessenen Firma gewidmet werden. In diesem Jahr war die 125 Jahre alte Fiege-Brauerei Nutznießerin. Auch seinen Geburtstag feiert er heute ganz im Sinne der Tradition: Auf der Burg Blankenstein - 1321 Ort der Verleihung der Bochumer Stadtrechte und 1388 Ort der Verleihung des Legats des Bochumer Maiabendfestes durch Graf Engelbert III. von der Mark.sara

Quelle: Ruhr Nachrichten (Bochum)