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Maischützen trotzen Aprilwetter (WAZ)

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Maischützen trotzen Aprilwetter (WAZ)  
 
Meisterschützin Ursula Dzwigoll bekommt Königskette von Bezirksvorsteherin Bärbel Weber.
Premiere für das Musikfest und positive Bilanz der Blau-Weiß-Schützen für die 618. Auflage des Traditionsfestes


Von Christian Schnaubelt
Harpen. Auch wenn Petrus bei der 618. Auflage des Maiabendfestes den Harpenern in diesem Jahr nicht wohl gesonnen war, die Maischützen trotzen dem widrigen Wetter und legten mit dem 1. Musikfest noch einen drauf.
Beim Festzug durch Harpen hatte der Himmel am Maischützensamstag zunächst noch ein Einsehen gehabt und zeigte sich - wie das festlich geschmückte Harpen - von seiner besten Seite. Doch als die Bochumer Maischützen, die wie immer zu spät kamen, von Bataillonsführer Lothar Voßbrink an der Ortsgrenze Harpen begrüßt wurden, öffneten sich die Himmelspforten. Daher hatte es Junggesellenhauptmann Klaus Liermann dieses Mal ziemlich einfach, gemeinsam mit seinem Adjutanten und Graf Engelbert, die Eiche im Bockholt auszugraben und sich dann ins trockene und aus allen Nähten platzende Festzelt zu retten.
Doch ganz so einfach wollten es die Harpener den Bochumern Maischützen dann nicht machen. Vorstandsvorsitzender Hans-Heinrich Albert gen. Schürenhöfer überreichte für den BSV Harpen eine Urkunde, mit dem sie den Jungegesellenhauptmann baten, sich für die Errichtung einer festen Beckporte in der City einzusetzen und sagten dabei ihre Unterstützung zu.

Nachdem die Bochumer die junge Eiche bei strömenden Regen aus Harpen weggetragen hatten, stand am Abend noch eine Königskrönung im Festzelt auf dem Programm. Die Meisterschützin Ursula I. Dzwigoll erhielt von Bezirksvorsteherin Bärbel Weber die Königskette. Der erste öffentliche Exerzierabend stieß dabei ebenso auf positive Resonanz, wie der traditionelle ökumenische Gottesdienst, Kranzniederlegung und großer Zapfenstreich am Freitag Abend.
Und obwohl das Wetter zum Aprilende mit Hagelkörnern noch einen draufsetzte, ließen sich die Harpener davon nicht abhalten und verlegten kurzerhand die Königsparade am Sonntagnachmittag ins Festzelt. In enger Kooperation mit dem Blasorchester Harpen wurde danach beim "Schützenrock" in den Mai reingetanzt. Apropos getanzt: Die Disco "Feedback", Tommy Bänder, die Bands "Cop Connection" und "Magic Touch", das Blasorchester Harpen und das Tambourcorps Gerthe-Harpen sorgten dafür, dass wieder kräftig das Tanzbein geschwungen werden konnte.

Mit dem "1. Harpener Musikfest" setzte der BSV Harpen dann am 1.Mai eigene Akzente. Anlässlich des 45-jährigen Bestehens des Fanfarenzuges gratulierten Gastvereine aus ganz NRW und Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz beim "musikalischen Freundschaftstreffen" den Harpener Musikern um Silke Truppner-Dzwigoll und Thomas Truppner.
Trotz des Wetters zog Vorstandsvorsitzender Hans-Heinrich Albert gen. Schürenhöfer doch noch ein positives Fazit der diesjährigen "blau-weißen Festtage", die vollkommen friedlich blieben. "Dank der sehr guten Beteiligung der Harpener und der Gastvereine sowie der Unterstützung durch unsere Oberbürgermeisterin
war das Fest eine rundum gelungene Sache."

Quelle: WAZ