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Größer denken (WAZ)

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Größer denken (WAZ) 
 
KOMMENTAR

Von Jürgen Boebers-Süßmann
Das 618. Maiabendfest war ein Fest des Übergangs. Deutlich wurde, dass die Bestrebungen, das Heimatfest moderner und auch für Jüngere wieder attraktiver zu machen, ansatzweise gegriffen haben. Der Dämmerschoppen mit dem Feuerwerk kam gut an, die zentrale Bühne auf dem Rathausplatz war ebenfalls eine gute Idee. Auch innerhalb der Gesellschaft tut sich was, rumort es hinter den Kulissen, bildete sich eine neue Gruppe, die auf ihre Art einen zeitgemäßen blau-weißen Akzent setzt.

Das alles zeugt davon, dass das Maiabendfest lebt und dass es auch in Zukunft gestaltet sein will. Was besser werden muss, ist die Kooperation mit der Stadt und die Einbeziehung der Innenstadt. Die Stadt müsste das Fest viel offensiver vermarkten, und die Geschäftswelt müsste sich viel stärker mit dem "Event" identifizieren. Es sind leider stets nur die alt eingesessenen Bochumer Geschäfte, die sich zum Maiabendfest bekennen. Aber auch mit dieser Sachlage muss umgegangen werden. Was wirklich fehlt, ist eine konzertierte Aktion aller Beteiligten. Andernorts werden dem Maiabendfest vergleichbare Stadtfeste (im Rahmenprogramm, wohlgemerkt!) mit Kirmes, Showbühnen und Unterhaltungsprogrammen groß aufgewertet. Warum ist sowas eigentlich in Bochum nicht möglich?
 
 
Quelle: WAZ