Das Maischützen - ABC unter Einbeziehung militärhistorischer Geschichtsquellen.

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Uniform

Der Ausdruck vestitura uniformis (= einheitliche Kleidung) wird zum ersten Male 1309 für die 400 Ritter gebraucht, die Herzog Friedrich von Österreich nach Speyer begleiten. In Frankreich trugen Soldaten um 1580 "un habit uniforme", später nur "uniforme" genannt. Diese hatten den Zweck, festzustellen, zu welcher Einheit wer gehörte. Aus Frankreich kam das Wort Uniform im 18. Jahrhundert nach Deutschland. In Preußen wurde es erst unter Friedrich dem Großen allmählich üblich. Innerhalb der Bochumer Maiabendgesellschaft werden nachfolgende Uniformen getragen: Schützenuniform: Blau-Weiße- Schützenschirmmütze Schwarze Jacke Blau-Weiße Rosette Weißes Oberhemd Weißer Querbinder (Fliege) Schwarze Hose Schwarze Socken Schwarze Halbschuhe Zum Ausmarsch: weiße Hose ab Unteroffizier zusätzlich: Weiße Handschuhe Schulterstücke Offizieruniform: Blau-Weiße-Offizierschirmmütze Schwarzer Frack, mit Weste und Gallons an der äußeren Hosennaht Frackhemd mit Stehkragen Weißer Querbinder (Fliege) Schulterstücke (ab Feldwebelleutnant) Schärpe Rosette Weiße Handschuhe Schwarze Socken Schwarze Halbschuhe Degen mit Portepee Hauptleute zusätzlich am linken Oberarm eine Hauptmannsarmbinde, wobei die "Tressen" beim Junggesellenhauptmann gold- und bei den Kompaniehauptleuten silberfarbig sind; dies gilt auch für die Schärpen. Adjutanten tragen zusätzlich eine Fangschnur. Junggesellenoffiziere tragen beim Ausmarsch weiße Hosen. Die Uniformen können mit allen oder auch nur mit einem Teil der folgenden Merkmale ausgestattet sein: Vereinsabzeichen Nadelansteckern Orden Königskette Königsorden "Bochumer Pfiff" Blau-Weiße Schirmmützen Der Schützen und Unteroffiziere: Die Schirmmütze besteht aus einem schwarzem Mützenschirm, einem blauen Mützenteller und einem weiß (oben) - blauem (unten) geteiltem Mützenband (oben weiß / unter blau) sowie einer Blau-Weißen Kokarde. Der Offiziere: Die Schirmmütze besteht aus einem schwarzem Mützenschirm, einem blauen Mützenteller und einem weißem Mützenband sowie einer Blau-Weißen Kokarde. Die Offiziere des I.O.C., auch die Ehemaligen, tragen zusätzlich das I.O.C.-Emblem (rechts angesteckt am Mützenband). Ferner können u.a. Königskronenembleme angesteckt werden. Schulterstücke Die währende des Feldzuges von 1866 durch A.K.O. vom 07.06. in Preußen eingeführten Schulterstücke sollten den eigenen Leuten den Rang der Offiziere im Felde - nach dem Ablegen der Epauletten im Jahre 1864 - wieder kenntlich gemacht werden. Sie wurden als "Feld"-Achselstücke bezeichnet und hatten ihr Vorbild in den bereits von 1808 bis 1813 getragenen Achselstücken der preußischen Offiziere. Nach dem Kriege bestimmte die A.K.O. vom 17.10.1866 das Tragen dieser Abzeichen auch im Frieden, zum kleinen Dienst- und zum Felddienstanzug. Die 1888 eingeführte Form der Schulterstücke wurde noch bis 1945 fast unverändert beibehalten. Die Schulterklappen der Maischützen haben eine blaue Grundfarbe und entsprechen der Form der 1888 in die preußische Armee eingeführten Dienstgradabzeichen. An Hand dieser Schulterstücke wird der Dienstgrad des jeweiligen Maischützen unterschieden. Rosette siehe Kokarde Uniform der Graf-Engelbert-Gruppe - entsprechend des Ranges + Schützen- bzw. Offizieruniform anlässlich des Ausmarsches: Graf Engelbert + mittelalterliche Kutte + Schwert + Helm + Stiefel Graf Engelberts-Mannen + mittelalterliche Ritterkutten + Lanzen + Stiefel Uniform der Spielleute: - blaue, einreihige Jacketts - weißes Hemd - blaue Krawatte mit Wappen des Spielmannzuges - schwarze Hose - schwarze Socken - schwarze Schuhe - zum Ausmarsch: weiße Hose - Musikerinnen: blau - weißes Schiffchen (oben weiß/unten blau) - Jugendliche: blaues Cape - entsprechend des Ranges + blau-weiße Offizier- bzw. Schützenmütze + Schulterstücke zusätzlich: - blaue Regenjacken - graue Sweat-Shirts Uniform des Fanfaren-Corps: - blaue, zweireihige Jacke mit "litzenförmig aufgenähten Knopflöchern" (schutschasch = Litzenbesatz) , silberne Knöpfe mit Verschlusskettchen - weißes Hemd - blaue Krawatte - schwarze Hose - schwarze Socken - schwarze Schuhe - zum Ausmarsch: weiße Hose - entsprechend des Ranges + Offizier- bzw. Schützenmütze + Schulterstücke Der/die Corpsführer tragen zusätzlich eine Fangschnur. Ehrendamen: - dunkelblaues Kostüm - weiße Bluse - blau-weiße Schärpe - Rosette - Nylonstrümpfe - schwarze Schuhe Anmerkung: Bei den oben beschriebenen Uniformen handelt es sich um standarisierte Uniformen der Bochumer Maiabendgesellschaft. Während des Maiabendfestes sind u.a. hier nicht beschriebene zu sehen; hierbei handelt es dann in erster Linie um unsere Gastvereine.

 

Unteroffizier

Aus der heutigen Einteilung und Trennung der Ranggruppen in Offiziere und Unteroffiziere ergibt sich, dass ein Unteroffizier kein Offizier ist. Gelegentlich wird daraus gefolgert, Unteroffiziere heißt, im Range "unter dem Offizier " stehend. Diese Erklärung stimmt aber mit dem Ursprung des Wortes nicht überein. Bereits im kurbrandenburgischen Heere wurde das außerhalb der in Reih` und Glied stehenden Soldaten erforderliche Führungs-, Ausbildungs- und Hilfspersonal nach den Befehls- und Aufgabenbereichen in zwei Klassen geteilt. Die für dieses Personal noch seit der Landsknechtzeit gebräuchlichen Bezeichnung Prima Plana war in eine Obere und Untere Prima-Plana getrennt und die Unterscheidung von Ober-Offizieren und Unter-Offizieren üblich. In den preußischen Kriegsartikeln von 1713 heißt es z.B.: "So sollen auch alle und jene Unter-Officir und Soldaten den Ober-Officirern…gehorsam begegnen." Kapitäne, Leutnant und Fähnrich waren die Oberoffiziere; Feldwebel, Sergeanten, Korporale und Gefreitenkorporale die Unteroffiziere einer Kompanie. Später wurden dann die Oberoffiziere einfach Offiziere genannt, und die Bezeichnung Unteroffiziere wurde beibehalten. In den Gruppen sowie bei den Klangkörpern der Bochumer Maiabendgesellschaft sind diese Dienstgrade auch heute noch vertreten. Der Junggesellenhauptmann ernennt auf Vorschlag der Gruppen- und Corpsführer während des Exerzierabend die neue Unteroffiziere.

 

Unterrichtsmaterial

Erstmalig, zum 613. Maiabendfest, stellte die Bochumer Maiabendgesellschaft Unterrichts- und Arbeitsmaterial über die Entstehung des Bochumer Maiabendfestes und zur Stadtgeschichte für alle Bochumer Grundschulen sowie für weiterführende Schulen zur Verfügung.

 

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