Beiträge

Das Maischützen - ABC unter Einbeziehung militärhistorischer Geschichtsquellen.

A : B : C : D : E : F : G : H : I : J : K : L : M : N : O : P : Q : R : S : T : U : V : W : X : Y : Z

 

Parade

Das Wort Parade ist lateinischen Ursprungs und von dort über das Französische in die deutsche Sprache übernommen worden. Schon der festliche Aufzug der Ritter vor den Ritterspielen wurde Parade genannt. In der Bedeutung von "Musterung" bzw. "Heerschau" ist das Wort zuerst in Frankreich unter Ludwig XIV. nachgewiesen, der in einer Verfügung vom 25.07.1665 die französische Garde zur "Parade" berief. In Deutschland bezeichnete Parade zunächst die "Aufführung der Wacht". Im Verlauf der Zeit entwickelte sich - in der Regel in Aufstellung und Vorbeimarsch unterteilt - die Paraden zur prunkvollen Schaustellung militärischer Verbände und zu glanzvollen Höhepunkten des militärischen Lebens. Die Parade war stets ein Wertmesser der Disziplin, des Ausbildungstandes, der geistigen Haltung und des Zustandes der Ausrüstung. Daher ist sie auf die jeweils zeitgültigen militärischen Erfordernisse abgestimmt.
Anlässlich des Ausmarsches nach Harpen wird durch Bochums Oberbürgermeister, dem Vorstand des Bürgerschützen Vereins Bochum-Harpen und der Bochumer Maiabendgesellschaft die alljährliche Parade des Maiabendfestzuges an der Ortgrenze zu Bochum Harpen abgenommen.

 

Pilsabend

Jährlich stattfindende Veranstaltung des Junggesellenhauptmanns, bei der unter anderem die Fähnrichaspiranten vorgestellt werden.



Pauluskirche

Diese älteste protestantische Kirche in der Innenstadt ist ein schlichter Renaissance-Bau, dessen Grundsteinlegung im Jahr 1655 erfolgte. 1943 brannte sie bis auf die Umfassungsmauern nieder, wurde aber nur wenige Jahre später entsprechend ihrem ursprünglichen Aussehen wieder aufgebaut. Das Mahnmal des Friedens vor der Kirche, das eine trauernde Frau darstellt, stammt von Professor Marcks und erinnert an den schwersten Bombenangriff auf Bochum am 4. November 1944. Die alljährlich aus Harpen geholte "Junggeselleneiche" wird seit 1997 durch den Erwerber, am Tag nach dem Ausmarsch nach Harpen, in der Grabenstraße, in Nähe der Pauluskirche, gepflanzt.

 

Portepee

Das schon im 16. Jahrhundert vorkommende französiche porte-èpèe heißt wörtlich Degenträger bzw. Degengehenk. Noch heute hat es in Frankreich die Bedeutung, während in Preußen die in älteren preußischen Reglements und Befehlen zu findende Bezeichnung "Feldzeichen" allmählich verdrängt und damit eine andere Bedeutung erhalten. Das Portepee ist aus dem Riemen entstanden, der, am Bügel der Hiebwaffe befestigt und um das Handgelenk des Trägers geschlungen, verhindern sollte, dass dem Fechtenden die Waffe aus der Hand geschlagen werden konnte oder ihm entfiel. Auch das Band der Säbeltroddel und der Faustriemen hatten ursprünglich den Zweck, das Seitengewehr im Gefecht am Handgelenk zu halten. Diese Tragart erlaubte es, von der Feuerwaffe Gebrauch zu machen, ohne vorher die Hiebwaffe in die Scheide stecken zu müssen. Später wurde dieser Riemen reine Zierde und ermöglichte durch farbliche Unterschiede auch die Kennzeichnung der Landeszugehörigkeit seines Trägers. Ab dem Dienstgrad Fähnrich tragen die Offiziere der Maiabendgesellschaft einen Degen, an dem das Portepee befestigt ist.

 

Propsteikirche - St. Peter und Paul

Diese historische Kirche gilt als der älteste Sakralbau im Stadtkern. Zunächst stand an dieser Stelle eine kleine Missionskapelle aus der Karolingerzeit. Nach mehrfachen Erweiterungen und Umbauten wurde sie 1517 bei einem Stadtbrand zerstört und später als dreischiffige, auf Rundsäulen ruhende, mit Netz- und Sterngewölbe überdeckte Hallenkirche wieder aufgebaut. Sehenswert sind der romanische Taufstein aus der Zeit um 1175, der Reliquienschrein der Heiligen Perpetua und ihrer Sklavin Felicitas sowie der aus dem Jahr 1352 stammenden Hochalter. Im Jahr 2001, zum 613. Maiabendfest, findet erstmalig, am Vorabend des Ausmarsches nach Harpen, vor Beginn des "Großen Zapfenstreichs", ein Ökumenischer Gottesdienst in der Propsteikirche St. Peter und Paul statt.

 

zurück       weiter