Beiträge

Das Maischützen - ABC unter Einbeziehung militärhistorischer Geschichtsquellen.

A : B : C : D : E : F : G : H : I : J : K : L : M : N : O : P : Q : R : S : T : U : V : W : X : Y : Z

 

Oberbürgermeister

Bochums Oberbürgermeister, als erster Repräsentant der Stadt, nimmt traditionell am Maiabendfest teil. Gleichzeitig ist Bochums Oberbürgermeister Vorsitzender des Beirates der Gesellschaft.

 

Oberfeldwebel

Dieser Dienstgrad leitet sich vom Dienstgrad des Feldwebels ab, siehe auch Feldwebel. Innerhalb der Bochumer Maiabendgesellschaft wird der Dienstgrad von Maischützen der Junggesellengruppen geführt. Bei den Klangkörper nennt man sie Musikoberfeldwebel. Die Ernennung zu diesem Dienstgrad erfolgt anlässlich des Exerzierabends durch den Junggesellenhauptmann auf Vorschlag der Gruppen- bzw. Corpsführer.
Dieser Dienstgrad leitet sich vom Dienstgrad des Leutnants ab, siehe auch Leutnant. Innerhalb der Bochumer Maiabendgesellschaft wird der Dienstgrad Oberleutnant von Offizieren der Kompanien und dem Junggesellenoffizier-Corps geführt. Bei den Klangkörper nennt man sie Musikoberleutnant. Die Ernennung zu diesem Dienstgrad erfolgt anlässlich der Fähnrich-Verpflichtung durch den 1. Vorsitzenden der Bochumer Maiabendgesellschaft auf Vorschlag des Junggesellenhauptmanns, der Kompaniehauptleute bzw. Corpsführer.

 

Oberst

"Oberst" (mdh. Oberest) ist eigentlich der Superlativ von "der Obere"; das zugehörige Hauptwort fehlt. Ursprünglich stand an der Spitze des Heeres ein Hauptmann. Als die Vergrößerung der Heere mehrere Hauptleute erforderte, macht man einen von ihnen zum "Obersten hauptmann" ("Obersten Veldhauptmann", "Obersten Kriegßhauptmann"). Daraus entstand dann "Oberst". 1546 wurde der Befehlshaber der Festung Küstrin "Hauptmann oder Oberst" genannt; beide Ausdrücke also noch keine festen Rangbezeichnungen und bedeuteten dasselbe. Der Oberst war ursprünglich der Höchstkommandierende eines im Felde stehenden Heeres (daher auch Feldoberst oder Kriegsoberst. Er hatte eine höhere, dem eigentlichen Begriffe mehr entsprechende Bedeutung als heute. Zu diesem Titel kam bald der Zusatz "General" (= General-Feldoberst). Aber nicht lange darauf verschwand der deutsche Ausdruck ganz, nur der fremdländische Titel "General" blieb zurück. Der Titel "Oberst" (früher auch Obrist) blieb für den Offizier bestehen, der vom Kriegsherrn mit der Aufstellung eines Regiments beauftragt, also tatsächlich dessen "oberster" Offizier war, auch wenn er sonst Generalsrang hatte. Innerhalb der Maiabendgesellschaft ist dieser Dienstgrad nur wenigen vorbehalten.


Offizierpatent

Patent kommt mittellat. - literae patentes und bedeutet landsherrlicher "offener Brief". König Friedrich Wilhelm I. (1713 - 40) fertigte jedes Offizierpatent persönlich aus. Seit dieser Zeit hat sich auch der Wortlaut der Patentschrift kaum verändert, in der preußischen Armee bis 1919 erhalten. Durch das Patent wurde die Ernennung (Bestallung) zu einem Offizierdienstgrad wirksam und glaubhaft gemacht. Das Datum der Ausfertigung legte die Rangfolge im Dienstalter fest. Die dem Offizier obliegenden Pflichten ( = officium) und die ihm zustehenden Vorrechte waren im Text vermerkt. Auch die Offiziere der Bochumer Maiabendgesellschaft erhalten ihr Offizierpatent mit folgendem Wortlaut: ... "Sie wollen in Ihrer Ernennung zu dieser Ehrenstellung das Vertrauen Ihrer Mitbürger erkennen, auf strenge Befolgen des Vereinsstatuts achten und zur Erhaltung und Förderung der Bochumer Maiabendgesellschaft nach Kräften mitwirken." ...

 

Ökumene/Ökumenischer Gottesdienst

Das Wort Ökumene stammt aus dem griechischen und bedeutet: Siedlungsraum des Menschen, die bewohnte Erde (betreffend). Die gegensätzliche Auslegung und Anwendung der biblischen Botschaft von der Rechtfertigung waren im 16. Jahrhundert ein Hauptgrund für die Spaltung der abendländischen Kirche, was sich auch in Lehrverurteilungen niedergeschlagen hat. Für die Überwindung der Kirchentrennung ist darum ein gemeinsames Verständnis der Rechtfertigung grundlegend und unverzichtbar. In Aufnahme von bibelwissenschaftlichen, Theologie- und dogmengeschichtlichen Erkenntnissen hat sich im ökumenischen Dialog seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil eine deutliche Annäherung hinsichtlich der Rechtfertigungslehre herausgebildet, so dass in dieser gemeinsamen Erklärung ein Konsens in Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre formuliert werden kann, in dessen Licht die entsprechenden Lehrverurteilungen des 16. Jahrhunderts heute den Partner nicht treffen. Nach Ende des 1. Weltkriegs sind die Einigungsbestrebungen aller christlichen Konfessionen immer wirksamer geworden(vgl. "Dominus Jesus"). Erstmalig zum 613. Maiabendfest - wird zu Beginn des Zapfenstreich-Abends, am 27. April 2001, ein ökumenischer Gottesdienst in der Propstei-Kirche zu Bochum gehalten.

 

zurück       weiter