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Das Maischützen - ABC unter Einbeziehung militärhistorischer Geschichtsquellen.

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Degen

Degen hat mit dem altertümlichen Degen (= Kriegsmann, Held) nichts zu tun, obwohl das heutige Sprachgefühl es damit vermengt. Dieses Wort ist uralt und kommt schon z. B. im Hildebrandtsliede (8.Jahrhundert) vor, lautet im ahd. - degan -, im Angelsächsischen - thegn -, bedeutet ursprünglich Knabe, junger Mann und scheint mit dem griechischen - téknon ( = Kind) urverwandt zu sein. Ausdrücke wie alter "Haudegen", "Raufdegen" usw. beruhen mithin auf einer Vermischung zweier grundverschiedener Wörter. Im Italienischen und Spanischen als - dega -, im Französischen als - dague - bezeichnet. Die Herkunft ist jedoch unsicher; vielleicht stammt es aus dem Persischen. Es bezeichnet im 15. Jahrhundert einen längeren Dolch, der sich dann, als Hieb- und Stichwaffe, zum Degen (Hau- oder Stoßdegen) entwickelt und das Schwert verdrängt. Nach dem Verschwinden der Lanze wird der Degen im 16./17. Jahrhundert zur Waffe der Reiterei und der Vornehmen.
Den Offizieren der Bochumer Maiabendgesellschaft ( ab Fähnrich aufwärts) vorbehalten, zur Uniform gehörenden. Es werden Säbel, Löwenkopf- und Kavaliersdegen getragen. Der Pallasch ist eher selten.

 

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