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623. Maiabendfest 2011

Rede Benefizkonzert am 20. Mai 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist mir eine Ehre, Sie im Namen der Bochumer Maiabendgesellschaft anlässlich des heutigen Benefizkonzertes hier im Audimax der Ruhruniversität begrüßen zu dürfen.
Besonders begrüßen möchte ich stellvertretend für unsere Oberbürgermeisterin, die Bürgermeisterin Frau Erika Stahl,
des Weiteren begrüße ich den Kanzler der Ruhruniversität Bochum Herrn Gerhard Möller, der uns diese Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt hat, an dieser Stelle nochmals meinen persönlichen Dank.
Vom Christlichen Hospiz St. Hildegard heiße ich herzlich willkommen den Geschäftsführer Herrn Ulrich Kemner,
sowie von der Stiftung Bochumer Symphonie den Vorstand, vertreten durch Frau Marina Grochowski und Herrn Thomas Jorberg,
Für die musikalische Unterstützung des heutigen Konzertes bedanke ich mich bei dem Chor, MGV Einigkeit 1880 Bochum Marmelshagen, unter der Leitung von Herrn Musikdirektor Ulrich Jung.
Ein besonderes Dankeschön für ihren kostenlosen Auftritt geht an die Bochumer Symphoniker unter der Leitung von Herrn Generalmusikdirektor Othmar Mága.
Mit diesem Benefizkonzert möchten wir darauf hinweisen, dass wir nicht nur Tradition und Brauchtum pflegen, sondern auch Augen und Ohren haben für die kulturellen und sozialen Probleme unserer Stadt und dieses schon seit ca. 11 Jahren.
Bekannt sind die Bochumer Symphoniker in der ganzen Welt, ihre Musik wird hoch geschätzt in den Städten unserer Region. Größte Sympathie schlägt ihnen entgegen, wenn sie in Bochum spielen.
Da sie – die Bochumer Symphoniker - keine Herberge haben, geschieht dies in einem Dutzend Lokalitäten, wie hier und heute im Audimax der Ruhruniversität Bochum.
So abwechslungsreich das Nomadenleben sein mag, für ein Klasse-Orchester ist das auf Dauer kein akzeptabler Zustand. Die Bochumer Symphoniker sind das reine Konzertorchester im Ruhrgebiet. Was ihnen fehlt, ist ein eigenes Konzerthaus. Wenn sie sich künstlerisch auf hohem Niveau weiter entwickeln wollen und sollen, dann brauchen sie einen festen Ort für Proben und Konzerte als Basis.
Ein Konzertsaal für viele Besucher und Besucherinnen mit besten Klangqualitäten, Platz zum Proben und Räume für die Verwaltung. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit!
Deshalb haben wir uns entschlossen, die Hälfte aus dem Erlös des heutigen Abends der Stiftung Bochumer Symphonie zukommen zulassen.
Die andere Hälfte des Erlöses erhält das Christliche Hospiz St. Hildegard in Bochum.
Mit dieser Aktion wollen wir einen kleinen Teil mit dazu beitragen, dass Mitarbeiter dieser Institution ihren Aufgaben nachkommen können, den unheilbar erkrankten und sterbenden Menschen zu helfen und begleitend zur Seite zu stehen.  
Sie -meine Damen und Herren- sorgen in doppelter Hinsicht dafür, dass dieses Benefizkonzert eine Wohltat wird: Während wir einen wunderbaren Musikabend genießen dürfen, - so hoffe ich - beschert dieser Kunstgenuss leidgeprüften Menschen auf der anderen Seite Hoffnung, Zuwendung und Hilfe.
Ich wünsche Ihnen nun einen inspirierenden Konzertabend mit den Bochumer Symphoniker und dem Chor MGV Einigkeit 1880.


Blau-weiß

Karl-Heinz Böke

 

623. Bochumer Maiabendfest
 

 

Sonntag 10. April 2011 · Kranzniederlegung / Fröndenberg
11.30 Uhr Fähnrichsverpflichtung, Rathausplatz
   

 

Sonntag 17. April 2011 · Kranzniederlegung / Fröndenberg
10.30 Uhr Abfahrt Kirmesplatz, Castroper Strasse
   

 

Donnerstag 28. April 2011 · Westfälischer Brauchtumsabend
Treffen der Gastvereine (Uniform) mit der Bochumer Bevölkerung
18.00 Uhr

Eröffnung des Maiabendfestes

Begrüßung und Vorstellung des Junggesellenhauptmannes und des Junggesellenadjutanten durch den Vorsitzenden Karl-Heinz Böke, Faßanstich, anschließend Rundgang über den Boulevard, Markteröffnung

18.30 Uhr Musikkorps Blau-Weiß Bochum 1956 e.V.
19.00 Uhr -  
22.00 Uhr Musikprogramm auf der Bühne
   
Veranstaltungsort: Bongardboulevard (Kuhhirte)
   
   

 

Freitag 29. April 2011 · Großer Zapfenstreich
11.00 Uhr Markteröffnung und Beginn „Spiel historisches Bochum“
17.00 Uhr -  
18.30 Uhr Musikalische Unterhaltung am Kuhhirten
19.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst unter Mitwirkung von
Herrn Propst Michael Ludwig
Frau Pastorin Heike Lengenfeld-Brown
MGV Einigkeit 1880 Bochum-Marmelshagen, Leitung: Musikdirektor FDB Ulrich Jung
Ev. Posaunenchor Bochum-Engelsburg, Leitung: Artur Kanigowski
20.00 Uhr Platzkonzert mit der Bergmannskapelle am Kuhhirten
20.30 Uhr

Festumzug von der Propsteikirche zum Bongardboulevard (Kuhhirte)

Lichtinszenierung auf dem Boulevard
Verlesung des Legates

  Marschweg: Antreten Untere Marktstraße Propsteikirche Richtung Bleichstrasse – rechts in die Bleichstrasse –
links in die Massenbergstrasse – rechts in den Hellweg –
rechts in den Südring  – links in die Brüderstr. – rechts in
die Kortumstr. – rechts in  Bongardstr. – Bühne am
Kuhhirtendenkmal
21.00 Uhr Großer Zapfenstreich
mit der Bergmannskapelle und dem Spielmannszug der Bochumer Maiabendgesellschaft (Kuhhirte)
   

 

Samstag 30. April 2011 · Ausmarsch nach Harpen
10.00 Uhr AufmarschENDE auf dem
Rathausvorplatz und Begrüßung durch den Vorsitzenden Karl-Heinz Böke und Frau Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz
10.15 Uhr Abmarsch nach Harpen
  Marschweg: Bongardstr. – links in die Kortumstr. –
rechts in die Brückstraße – links in die Große Beckstrasse  –
Castroper Strasse – Harpener Hellweg – Maischützenstrasse.
10.00 Uhr Markteröffnung und Beginn „Spiel historisches Bochum“
12.00 Uhr Eintreffen des Zuges an der Grenze Bochum-Harpen
12.30 Uhr Eintreffen im Bockholt und Eichausgrabung.
Mittagessen
14.00 Uhr Rückmarsch
  Marschweg: Maischützenstrasse – Harpener Hellweg – Castroper Strasse
14.45 Uhr Ankunft am Stahlwerkeparkplatz, Castroper Str.
15.00 Uhr Großer Festumzug in die Innenstadt
 

Marschweg: Castroper Straße – Große Beckstraße - rechts
in die  Brückstraße – links in die Kortumstrasse – links in
die Brüderstraße – rechts in den Südring – links in den
Hellweg – links in die Schützenbahn
rechts in die Grabenstrasse rechts in die Bongardstrasse – Marschspitze
geht bis zum Hellweg. Auflösung des Zuges.

Fahrzeuge  fahren nach Auflösung des Zuges in Schritttempo in Richtung Richtung Hbf nach Hause.
(Marschweg ca. 3,4 km)

16.00 Uhr

Abnahme der Parade und
Begrüßung durch den Vorstand der Bochumer Maiabendgesellschaft unter Mitwirkung von Hans-Bernd Lohof
Übergabe des Eichbaumes an den Erwerber Möbel Hardeck.

Zinstalerauszahlung durch die Sparkasse Bochum

18.00 Uhr -
22.00 Uhr
Großes Maiabendfest, mit musikalische Unterhaltung,
alle feiern Blau und Weiß
22.30 Uhr Höhenfeuerwerk über dem Boulevard
   
   
Sonntag 1. Mai 2011 · Kindertag mit der Maiabendgesellschaft
11.00 Uhr -
19.00 Uhr
Mittelalterlicher Markt auf dem Boulevard und „Spiel historisches Bochum“ - Musikalische Unterhaltung am Kuhhirten
   
Alle Angaben ohne Gewähr.

Nachbetrachtung zum 623. Maiabendfest im Jahr 2011

Der Vorstand der Bochumer Maiabendgesellschaft möchte sich bei allen Beteiligten des 623. Maiabendfestes bedanken.

Der Dank gilt allen Besuchern des Festes, die das Fest durch ihre Anwesenheit zu einem solch gro-ßen Erfolg haben werden lassen. Sei es, dass sie die Straßen so zahlreich gesäumt oder aber die Veranstaltungen auf dem Boulevard besucht haben. Der Einmarsch in die Stadt hat auch in diesem Jahr wieder für Gänsehautfeeling gesorgt und bestätigt, dass die Neuausrichtung des Marsches die richtige Entscheidung gewesen ist.
Erfreulich war zudem, dass die zahlreich angebotenen Veranstaltungen und Attraktionen ebenfalls gut angenommen worden sind, wird doch hierdurch dokumentiert, dass das Maiabendfest als Fest für alle Bochumer Bürger und Gäste angenommen wurde.

Dank auch an alle Mitglieder der Bochumer Maiabendgesellschaft. Durch Euren Einsatz habt Ihr einen wesentlichen Anteil an dem Erfolg des Festes.
Wir möchten aber auch den Gastvereinen für ihre Teilnahme danken. In diesem Zusammenhang ist besonders der BSV Harpen zu erwähnen, der sowohl an der Eröffnung des Maiabendfestes teilge-nommen hat, wie auch an dem Rückmarsch aus dem Bockholt. Wer hätte noch im vorherigen Jahr gedacht, dass dieses so schnell möglich sein würde.

Federführend war in diesem Jahr die Firma gate communication group GmbH mit der Durchführung der Veranstaltungen in der Stadt befasst. Auch dieser ist ein herzlicher Dank für die geleistete Arbeit auszusprechen.

Vorausblickend auf das Fest des Jahres 2012 bleibt festzustellen, dass das Maiabendfest eine sehr erfreuliche Entwicklung genommen hat. Es gibt immer etwas zu verbessern oder zu verändern und man wird es nie allen recht machen können. Aber die Feste der letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass die Bochumer Maiabendgesellschaft 1388 e.V. im Begriff ist, wieder ein wesentlicher Bestandteil in Bochum zu werden und wir auf einem guten Weg sind.

Ein herzliches Blau-Weiß

Thomas Kuhn
Für den Vorstand der Bochumer Maiabendgesellschaft

 

 

Marschpläne zum 623.Maiabendfest

(Bilder zum vergrößern anklicken.)

 

Sonntag, 10. April 2011 Fähnrichsverpflichtung
 

11.30 Uhr Antreten auf dem Rathausvorplatz

Marschweg:

Bongardstr. rechts in die Kortumstr. – links in die Huestr. – rechts in die Luisenstraße – überqueren des Südring, weiter in die Brüderstrasse – rechts in die Kerkwege - überqueren der Viktoriastrasse zum Marienplatz - links in die Humblodstrasse - rechts in die Maximilian-Kolbe-Strasse – bis zur Gaststätte „Kolpinghaus“

 

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Freitag 29. April 2011 · Großer Zapfenstreich
 
Aufstellungsplan der Fahnen, der Fahnenkommandos und
die Belegung der Sitzplätze in der Kirche zum ökumenischen
Gottesdienst zum großen Zapfenstreich.
   

Marschweg des Festzuges von der Probsteikirche zum
Bongardboulevard (Kuhhirte)

 

Marschweg:
Antreten Untere Marktstraße Propsteikirche Richtung Bleichstrasse – rechts in die Bleichstrasse – links in die Massenbergstrasse – rechts in den Hellweg – rechts in den Südring  – links in die Brüderstr. – rechts in die Kortumstr. – rechts in  die Bongardstr. – Bühne am Kuhhirtendenkmal 

 

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Samstag 30. April 2011 ·Ausmarsch nach Harpen
 
Auf- und Abmarschplan zum Ausmarsch

 

Aufmarschende (Rathausplatz) 10.00 Uhr.
Marschweg:

Bongardstr. – links in die Kortumstr. – rechts in die Brückstraße – links in die Große Beckstrasse  – Castroper Strasse – Harpener Hellweg – Maischützenstrasse. – Steffenhorst

 


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Rückmarsch nach Bochum und großer Festzug
am Samstag, den 30.04.2011  13.45 Uhr

Vereine oder Gruppen die mit Bussen zum Steffenhorst kommen sollten die Zeiten 11.45 Uhr bis 12.15 Uhr und 13.15 Uhr bis 15.00 Uhr meiden.

 

Fahrzeuge die im Bockhold stehen fahren um 13.15 Uhr zur Maischützenstraße. Beim Vorbeimarsch des Zuges reihen sich die Fahrzeuge den Nummern gemäß in den Zug ein.

Die Aufstellung des Festzuges findet ab 13.25 Uhr auf dem Sportplatz statt.
Es ist nicht gestattet Getränkebecher, Gläser, Flaschen und alles was Räder hat (Bollerwagen usw.) auf den Sportplatz mitzunehmen! Großfahrzeuge nehmen Aufstellung auf der Maischützenstraße vom Kreisverkehr Komment in Richtung Steffenhorst (bitte auf die Hausnummer achten und Rangierabstand halten damit Anwohner aus Ihren Einfahrten kommen). Der Fahrzeugführer muss während der gesamten Haltezeit am Fahrzeug bleiben!
Nach Aufrufen der Nummer reihen die Fahrzeuge sich im Zug ein.

 

 

Marschweg:

Steffenhorst – Maischützenstrasse – Harpener Hellweg – Castroper Straße. Wenn die Zugspitze die Stahlwerke-Einfahrt erreicht wird eine kurze Pause gemacht, so daß der Toilettenwagen auf dem Stahlwerkeparkplatz aufgesucht werden kann. (3,4 km ca. 1 Std.) Schützenvereine die ab Stahlwerkeparkplatz mitmaschieren reihen sich gemäß ihrer Nummer beim Vorbeimarsch ein.



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Abmarsch 15.00 Uhr
Marschweg:
Castroper Straße – Große Beckstraße - rechts in die  Brückstraße – links in die Kortumstrasse – links in die Brüderstraße – rechts in den Südring – links in den Hellweg – links in die Schützenbahn - rechts in die Grabenstraße - rechts in die Bongardstraße – Marschspitze geht bis zum Hellweg.
Auflösung des Zuges.  
Fahrzeuge fahren nach Auflösung des Zuges im Schritttempo in Richtung  Hauptbahnhof nach Hause.
 
Fahrzeuge – Hänger – Zugmaschinen die mit Defekt liegen bleiben und den Zug bzw. die Verkehrsordnung behindern, werden kostenpflichtig abgeschleppt.
Die Kosten trägt der Halter!
Behinderungen werden nicht zugelassen!
 
Toiletten / Toilettenwagen:
Wily-Brandt-Platz – Kirmes-Platz – Stahlwerkeparkplatz
Harpener Hellweg (Höhe Hl. Geist-Kirche)
 

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Achtung: Märsche von Gruppen oder Kompanien zu den Aufmarschpunkten,

sind bei der Stadt Bochum direkt zu melden:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Fax: 0234 / 533116

 

 Für Fragen zu den Marschplänen steht Ihnen der Vorstand,

Thomas Kuhn, Tel. 0234 / 77 79 90

oder Aufmarschoffizier

Hermann Josef Braun, Tel. 0234 / 1 63 93

zu Verfügung.

 

 

Zapfenstreich 2011
 
Die Rede des 1.Vorsitzenden Karl-Heinz Böke:

 


Sehr geehrter Herr Justizminister Kuschaty,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Dr. Scholz,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Maimädchen und Maikerls,
liebe Freunde des Maiabendfestes,

unter dem Motto „Vertraut den neuen Wegen“ haben wir im letzten Jahr – anlässlich unseres 622. Bochumer Maiabendfestes – Veränderungen vorgenommen, um dieses alte Heimatfest zu einem Volksfest auszubauen.

Diese Veränderung scheint uns, wie sich im Nachhinein gezeigt hat, gelungen zu sein. Darum danke, danke an alle, die uns bei der Umgestaltung des Maiabendfestes unterstützt haben.

Nachdem wir im letzten Jahr diese Wende mit Erfolg auf den Weg gebracht haben, hätte ich nicht gedacht, dass der bürokratische Weg zu einem Volksfest so holprig und steinig sein kann. Einen Ball zum Spielen zu haben ist etwas Schönes, aber als Spielball zwischen zwei Institutionen benutzt zu werden, ist unerfreulich und das gehört sich nicht.

Ich hätte mir deshalb schon lange im Vorhinein ein wenig mehr logistische Unterstützung gewünscht – und damit meine ich nicht nur Geld, auch wenn wir dieses dringend benötigen – nein, organisatorischen Beistand. Wir alle vom Vorstand machen diese Arbeit hier ehrenamtlich, ohne jegliche Bezahlung, und zwar aus Liebe zu unserer Stadt und diesem Fest.
Darum möchte ich an dieser Stelle all meinen Vorstandskollegen danken, die sich mit ihrer Einsatzkraft und ihrem Engagement in dieses Fest eingebracht haben, damit wir es heute zelebrieren
können, danke!

Um ein junges Pflänzchen weiter am Leben zu erhalten und es wirklich zu einem Volksfest erblühen zu lassen, genügen nicht nur Lippenbekenntnisse der Stadt, nein, es müssen auch Taten folgen. Es ist nicht nur ein Fest der Maischützen, sondern sollte ein Fest aller Bochumer sein.

Aus diesem Grunde rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf: Macht mit, bringt euch ein bei diesem so einmaligen Heimatfest.

Bochum, als ein wesentliches Zentrum des Ruhrgebiets, beherbergt eine vielfältige Landschaft von Kulturvereinen und Verbänden, an die wir appellieren möchten, sich ebenfalls einzubringen und beispielsweise am Umzug teilzunehmen.

Des Weiteren möchten wir auch insbesondere junge Bochumerinnen und Bochumer für das Brauchtum der Region, in der sie leben, sensibilisieren und sie motivieren, bei uns mitzuwirken.

Mir ist durchaus bekannt, dass die Jugend im urbanen Raum derartige Feste vermehrt als „Volkstümelei“ abtut, die veraltet und unzeitgemäß zu sein scheint. Zudem wird auch die Parade von manchen als „militaristisch“ empfunden.

Dazu gebe ich aber zu bedenken: Das Maiabendfest, als Teil unserer lokalen Kultur, will kein Fest sein, dass nur auf längst vergangene historische Ereignisse zurückblickt, es will vielmehr als das!

Obgleich es in einer spezifischen Tradition steht, ist das Bochumer Maiabendfest in erster Linie ein identitätsstiftender und gemeinschaftsfördernder Brauch.

Feste, wie Geburtstage, Jubiläen oder kirchliche Feiertage sind doch zumeist im privaten Bereich angesiedelt.

Durch das Maiabendfest kann jedoch eine ganze Stadt an einer Feierlichkeit teilhaben, die sich positiv auf das Gemeinschaftsgefühl auswirkt. Mir ist kein anderer Anlass bekannt, der allen Menschen der Stadt eine solche Gelegenheit bietet, zusammen zu kommen.

Wir haben im letzten Jahr gezeigt, dass ein Brauch nichts Starres sein muss, auch er passt sich dem gesellschaftlichen Wandel an. Als eine wiederkehrende, sich neu formierende und dennoch beständige Tradition stellt er eventuell sogar eine Art Gegenbewegung zu den schnelllebigenAnteilen des Lebens dar.

Das Kulturhauptstadtjahr 2010 ist mit großem Erfolg zu Ende gegangen und es hat mal wieder deutlich gemacht, welche Kräfte in der Ruhrmetropole schlummern. Allerdings müssen diese geweckt beziehungsweise aufgerüttelt werden.

Besonders das Stillleben auf der A 40 hat ein ungewöhnliches Echo bei allen Beteiligten ausgelöst.

Ich rufe sie nochmals auf: Beteiligen Sie sich 2011 und bringen Sie sich bei unserem schönen Heimatfest ein. Zeigen Sie anderen Städten, welches Potential hier im Herzen des Ruhrgebiets vorhanden ist.

Zeigen wir, welche lebendige Erinnerungskultur und welchen Gemeinschaftssinn wir haben, damit wir mit Stolz wieder sagen können: „Bochum, Schaufenster des Reviers.

Blau - Weiß