Beiträge

Presseberichte 2009

Benefizkonzert der Bochumer Maiabendgesellschaft
Zum Kulturhauptstadtjahr 2010


 
Anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2010 hat sich die Maiabendgesellschaft entschlossen, ein Benefizkonzert im Ruhrcongress zu veranstalten.
 
Wir sind glücklich, dass wir das Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster für dieses Konzert ge­winnen konnten, äußerte sich Karl – Heinz Böke vom Vorstand der Maiabendgesellschaft. Das Orchester gastiert am 20. Mai 2010 mit ca. 50 Musikern im Ruhrcongress in Bochum. Die Besucher dieser Veranstaltung erwartet ein abwechslungsreiches musikalisches Pro­gramm.
 
Der Reinerlös dieser Veranstaltung kommt je zur Hälfte dem Kinderhospiz Ruhrgebiet e.V. und dem Christlichen Hospiz St. Hildegard zugute.
 
Es handelt sich hierbei um Vereine die sich zur Aufgabe gestellt haben unheilbar kranke Kinder und Jugendliche bzw. Erwachsene  bis zur letzten Lebensphase begleitend zur Seite zu stehen. Diese beiden Einrichtungen sind auf Hilfe von außen angewiesen. Wir von der Maiabendge­sellschaft wollen mit diesem Konzert dazu beitragen, dass die Not etwas gelindert wird.
 
Mit diesem Benefizkonzert unterstreicht die Maiabendgesellschaft wieder einmal ihre sozialen Verpflichtungen auch gegenüber unserer Gesellschaft. So kamen bei den in den letzten Jahren stattfindenden ökumenischen Gottesdiensten, die jeweils am letzten Freitag im April in der Propsteikirche stattfanden ca. 9.000,00 € ein. Dieser Betrag wurde komplett dem Christlichen Hospiz  St. Hildegard zur Verfügung gestellt.
 
Der Eintritt für das Konzert beträgt 12,00 € bzw. 15,00 €. Karten können ab Mitte November 2009 bei den Vorverkaufstellen der WAZ, Stadtspiegel und Bochum Marketing erworben werden, oder bei der Bochumer Maiabendgesellschaft Tel. 02327 / 73223.

 

 

Blick zurück auf dem Boulevard

 

Der Blick zurück war es, was die Besucher beim Kuhhirtenfest so in den Bann zog. Ständig umlagert waren die großformatigen Aufnahmen des alten Bochums, die etwa zeigten, wie die Massenbergstraße zwischen den Weltkriegen aussah.

Die Immobilien-Standort-Gemeinschaft Boulevard hat nach dem Erfolg im letzten Jahr die Neuauflage organisiert. „Das Fest soll wachsen. Wir hoffen, großere Teile der Straße nutzen zu können", sagt ISG-Projektleiter Jürgen In der Beeck. Nun ist die Gemeinschaft noch keine „echte" ISG, wie sie das neue Landesgesetz ermöglicht, wonach nicht nur die Einzelhändler, sondern auch Immobilienbesitzer mit ins Boot geholt werden, was eine finanzielle Schlagkraft beschert. „Das ist es, was wir anstreben, denn dann hätten wir ganz andere Möglichkeiten, den Boulevard attraktiver zu machen. Zurzeit klopfen wir die Bereitschaft der potenziellen Mitglieder zur Teilnahme ab." Händler seien in jedem Fall dabei.

Nostalgiker kamen auf dem gut besuchten Boulevard auf ihre Kosten. Die Gruppe 1388 der Maiabendgesellschaft stellte das Mittelalter nach, „zeitlich zwar noch vor dem Kuhhirten, aber auch das war Teil Bochums Geschichte", sagt Stefan Vahldieck. Gezeigt wurden die alte Schreibkunst, Würfelspiele, aber auch Techniken der Stadtverteidigung und Schwertkämpfe.

Bochumer Motive in Reliefs sind die Spezialität des Hobbyschnitzers Franz Fehrenbacher aus Hamme, die er an seinem Stand demonstrierte. 1996 erlernte er die Holzschnitzerei, schuf seither u.a. das Bochumer Rathaus, die Stiepeler Dorfkirche oder – natürlich – die Figur des Kuhhirten. „Als nächstes habe ich mir das Bergbaumuseum vorgenommen." Mit dem Anbau? „Nein, das würde zuviel Holz verbrauchen."

ISG-Mitglied Hayat Marti hat mit einigen Helfern kiloweise Pflaumen entkernt und Kuchen gebacken. Der Verkaufserlös fließt den Kindergärten St. Peter und Paul und Wasserstraße zu. Sie boten für die kleinen Besucher das Basteln alter Spielsachen an. Heike Braukhoff zog wie eine „Rattenfängerin" in der Rolle der Frau des Kuhhirten Besucher in ihren Bann und zeigte ihnen die historischen Ecken Bochums, das Gerberviertel und die Propsteikirche.

Und WAZ-Redakteur Jürgen Boebers-Süßmann las in einer lauschigen Nische neben dem Kuhhirten-Denkmal aus seinen stadthistorischen Büchern „Do kass di drop verloten" und „Links und rechts der Renne".

»Als nächstes will ich  das Bergbaumuseum schnitzen«

Weißt du noch? Die Stelltafeln mit historischen Fotografien aus Bochum waren stets dicht umlagert.

 

WAZ Bochum, 21.09.2009, Sabine Vogt

Burgfest in Blankenstein
 
Mitten im Mittelalter
 

Den Eingang zu Burg Blankenstein flankieren zwei Ritter. Ihre Rüstungen funkeln im Sonnenschein. Gegen drei Taler gewähren sie Einlass. Kinder „unter Schwertlänge” und Besucher in mittelalterlichem Gewand winken sie durch.

Die Gruppe Bochum 1388 hat zum ersten Mal ihre Zelte in Blankenstein aufgeschlagen. Ein kleiner Nachwuchsritter kommt mit eigenem Holzschwert und Schild. Bevor er das Gelände betreten darf, spricht er erst sein Ritterehrenwort, in friedlicher Absicht gekommen zu sein. Er blickt den großen Ritter bewundernd an.

Hinter dem Eingangstor beginnt die Zeitreise ins 14. Jahrhundert. Unter grünen Bäumen stehen große blau-weiße Zelte. Jemand brutzelt sein Mittagessen im großen Topf über offenem Feuer.

Die Gemäuer der Burg sind festlich geschmückt. Bunte Fahnen wehen seicht im Wind. Viele Menschen haben sich zeitgemäß gekleidet, tragen bunte Gewänder, Leinenhemden oder geschnürte Lederhosen.

Auch Alexandra, Oliver und Dominique haben sich für das Ritterfest in ihre mittelalterlichen Gewänder geworfen. Während die Herren eher schlicht unterwegs sind, trägt Alexandra ein prachtvolles rotes Kleid mit schwarzer Korsage. In ihren blonden Locken funkelt eine silberne Stirnkette. Die Freunde aus Mülheim sind häufiger auf Mittelaltermärkten. „Das hat aber nichts mit Realitätsflucht zu tun”, stellt Oliver klar. Vielmehr sei es der Spaß daran, in andere Rollen zu schlüpfen: „Einfach ein Ausgleich zum Alltagsstress”. Die drei nehmen an Live-Rollenspielen teil. Dominique und Oliver zeigen ihre Waffen: „Das sind Schaumstoffschwerter. Damit kann also nichts passieren. Dafür kann man im positiven Sinne seine Energie rauslassen. Auf ganz ungefährliche Art und Weise”. Dominique erklärt die Faszination: „Wenn man eine Geschichte liest, stellt man sich alles vor. Aber durch das Rollenspiel hat man kurzfristig das Gefühl, selbst mittendrin zu sein”.

Der erste Eindruck vom Blankensteiner Ritterfest ist: alles etwas kleiner als bei anderen Veranstaltungen. Aber: „Die tolle Atmosphäre hier gleicht das wieder aus”.

„Guck mal! Der sieht aus wie Gandalf!”, ruft ein Junge seiner Mutter zu. Tatsächlich. Ein Zauberer mit Rauschebart, prachtvollem, bodenlangen Gewand und behangen mit geheimnisvollen Amuletten spaziert vorbei. „Früher nannten sich Zauberer Alchimisten”, erklärt er der Kinderschar. Er sagt einen magischen Spruch auf und verzaubert die Kinder mit Kartentricks und bunten Tüchern. Wenig später verschwindet er, taucht an anderer Stelle wieder auf.

Plötzlich und unangekündigt finden auch die Schaukämpfe statt. Besonders viele Kinder beobachten gebannt, wie sich die beiden Kontrahenten mit Schwert und Schild duellieren. Ganz unblutig natürlich. Es geht lediglich um die Ehre. Und darum, die Technik des Schwertkampfes zu demonstrieren. Max (6) und Emma (5) beobachten das Treiben ganz genau. Max möchte sich noch etwas abschauen. Er stellt sich so ein Ritterleben nämlich ziemlich aufregend vor: „Zuhause hab ich auch einen echten Ritterhelm”. Emma hingegen fühlt sich in einer anderen Rolle wohler: als Prinzessin.

WAZ Hattingen, 14.06.2009, Linda Aschendorf 

Ein Gruß an den Kuhhirten (WAZ)

 

Nach dem schönen Erfolg im vergangenen Jahr erfährt das „Kuhhirtenfest" auf dem Boulevard am kommenden Samstag, 19. September, eine Neuauflage. Von 10 bis 18 Uhr kann man/frau sich wieder einmal in die „gute alte Zeit" zurück versetzen lassen..

Das Kuhhirtenfest ist eine Aktion der Interessengemeinschaft Boulevard, allerdings ist es keine reine Verkaufsveranstaltung. Vielmehr kann man hier Handwerken, Schmuckherstellern, Holzschnitzern und Marktfrauen „wie früher" bei der Arbeit zu sehen. Ganz konkret lässt sich lokale Vergangenheit erleben: So bringt das Schuhhaus Lötte die Geschichte des Schuhmacherhandwerks nahe, und das Modehaus Baltz, seit 182 Jahre in Bochum, macht anhand von Fotos und Unikaten auf seine lange Tradition aufmerksam. Bei der stündlichen Führung mit der „Frau des Kuhhirten" im historischem Gewand wird Wissenswertes über das alte Gerberviertel und die Propsteikirche vermittelt.

Die „Gruppe 1388" der Bochumer Maiabendgesellschaft lässt in mittelalterlicher Gewandung die Bochumer Historie, wie sie sich vor dem Industriezeitalter darstellte, aufleben. „Das ist kein trockener Geschichtsunterricht, sondern ein lebendiges Vergnügen", so IG-Boulevard-Sprecher Jürgen in der Beeck.

WAZ-Redakteur Jürgen Boebers–Süßmann wird am Nachmittag (15.30 Uhr) in einer kleinen Lesung „Bochumer Dönekes und Geschichten" aus seinen unterhaltsamen stadthistorischen Büchern „Do kass di drop verloten" und „Links und rechts der Renne" vorstellen. Die Herren der Darstellungsgruppe „Bochum 1388" und die original Bochumer Marktfrau „von früher" freuen sich schon auf das Kuhhirtenfest am Samstag auf dem Boulevard.

 

WAZ Bochum ,Lokales Bochum, 16.09.2009

 

„Sunne, Sunne, Sunne, der Baum is usse!“

Rechtzeitig vor Sonnenuntergang erklang der traditionelle Ruf der Bochumer Junggesellen beim Durchschreiten der seit drei Jahren schmerzlich vermissten „Beckporte“: „Sunne, Sunne, Sunne, der Baum ist usse!“. Im Bockholt gruben Adjutant Felix Biesenkamp, Junggesellenhauptmann Jean-Pascal Lohof und Graf Engelbert (unten linkes Bild v.l.) die Junggeselleneiche aus und pflanzten sie gemeinsam mit Werksleiter Klaus-Dieter Eggemeier (m.) vom Bochumer Verein Verkehrstechnik, dem diesjährigen Spender der Junggeselleneiche, in der Huestraße wieder ein. Mehr lesen Sie in der aktuellen Stadtspiegel-Ausgabe. Fotos: Sure
  
Quelle: Stadtspiegel Bochum , 29.04.2009