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Presseberichte 2002

Herbstschießen

Die 3. Kompanie der Bochumer Maiabendgesellschaft führte auf dem Schießstand im Lattental ihr Herbst- Pokalschießen durch. Den begehrten Wanderpokal holte sich Heinrich Reese vor Heinz Röllinghoff. Den 3. Platz teilen sich Peter Schonlau und Dieter Jocher.
 
Quelle: Ruhr Nachrichten (Bochum)
Horn nähert sich Rekord-Amtszeit

Die Lautsprecher-Anlage des alten Opel Blitz dröhnte derart, dass der mächtige Rappe nervös anfing zu tänzeln. Doch obschon er im vergangenen Jahr ausnahmsweise zu Fuß ins Bockholt marschieren musste, beruhigte Thorsten Horn das große Tier mit leichter Hand. Bochum bereitet sich auf sein 614. Maiabendfest vor, an dessen Beginn stets das Biwak mit der Proklamation des Junggesellenhauptmanns steht. Am Samstag war es vor dem Kuhhirtendenkmal wieder so weit: Zum dritten Mal bereits zogen die Offiziere der Kompanien ihre Degen zum Salut für Thorsten Horn, der damit einem besonderen Rekord in der Geschichte der Maiabendgesellschaft entgegengeht, pardon: -reitet. Denn eine so lange Amtszeit haben nur ganz wenige in der Liste der Hauptmänner notiert.

Voller Stolz präsentierte denn auch der Vorsitzende der Maiabendgesellschaft, Volker Protzel, den alten und neuen Erfüller des Engelbert`schen Legats. Man habe den hünenhaften Horn erneut gewählt, "um allen zu zeigen, wie er gewachsen ist", frotzelte Protzel und setzte nach kleiner Kunstpause schelmisch hinzu: "An seinen Aufgaben." Hier werde er nun allen gezeigt, "damit man weiß, wem man wohin hinterherlaufen muss." Früher besorgte das ein Ausrufer, der drei Tage durch die Stadt ging, wie Kortum es beschrieb. Den hat man abgeschafft, heute geht das mit "einmal Krach und das richtig", wie Protzel eine der seltenen Änderungen der Maiabendtradition beschrieb.

Trotz aller Flachserei: Horn ließ keinen Zweifel daran, dass er es wieder wahr machen und den Eichbaum vor Sonnenuntergang über die Stadtgrenze schaffen wird. "Lasst unsere Stadt blau-weiß erstrahlen!", rief er der Menge zu. Dann wolle er mit Adjutant Marc Nopens und den Junggesellen der "historischen Verpflichtung gerecht werden."

Starke Worte, die beim anschließenden Biwak auf dem Dr.-Ruer-Platz für gute Stimmung unter einem rechtzeitig blau-weiß gefleckten Himmel sorgten. Kein Zweifel: Der Ausmarsch nach Harpen wird wieder ein Riesenfest. PvD

Quelle: Ruhr Nachrichten (Bochum)

Die Maischützen rüsten zum Biwak

Die Bochumer Innenstadt kleidet sich wieder in ein festliches Blau-Weiß.

Die Bochumer Maiabendgesellschaft rüstet zum traditionellen Jahreshöhepunkt und feiert das 614. Bochumer Maiabendfest, das größte Heimatfest im Lande. Und an diesem Wochenende ist dazu der Einstieg mit dem großen Biwak in der Innenstadt. Damit verbunden ist zugleich die offizielle Vorstellung des Junggesellenhauptmanns Thorsten Horn. Diesmal wieder zu Pferde, nachdem im letzten Jahr mit Rücksicht auf die grassierende Maul- und Klauenseuche die Maiabendgesellschaft auf den Einsatz der Pferde verzichtet hatte und der Junggesellenhauptmann - erstmals wohl in der jüngeren Geschichte des Bochumer Traditionsfestes - zu Fuß in den Harpener Bockholt mit marschieren musste.

Mit dem Biwak am Samstag wollen bekanntlich die Maikerls die Bürger auf ihr großes Fest eine Woche später einstimmen. Dazu werden die vier Kompanien der Maiabendgesellschaft sich an exponierten Standorten in der City mit ihren Aktivitäten präsentieren. Die 1. Kompanie auf dem Husemannplatz, die 2. Kompanie an der Kortumstraße, die 3. Kompanie an der Drehscheibe und die 4. Kompanie auf dem Dr.-Ruer-Platz. Der Spielmannszug und der Fanfarenzug der Blau-Weißen werden dazu die musikalische Unterhaltung liefern.

Der Startschuss zum Biwak fällt am Samstag um 10.30 Uhr auf dem alten Markplatz unterhalb des Kuhhirtendenkmals mit der Vorstellung des Junggesellenhauptmanns Thorsten Horn. Von dort ziehen dann die Blau-Weißen über die Untere Markt-, Große Beck-, Bongard-, Kortum-, Brüderstraße, Südring, Luisenstraße, Hellweg, Huestraße Dr.-Ruer-Platz. Dort wird um 11.30 Uhr dann das Treiben zum Biwak eröffnet, ehe sich die Kompanien auf ihre Standorte verteilen.an-

Quelle: Ruhr Nachrichten (Bochum)